In den kommenden Jahren will Nürnberg das Angebot im öffentlichen Nahverkehr weiter ausbauen. Dafür hat die Stadt ein Maßnahmenpaket bis 2035 beschlossen – mit neuen Straßenbahnstrecken, Lückenschlüssen und dem Ausbau bestehender Infrastruktur. Das erste Projekt des Pakets steht jetzt kurz vor der Fertigstellung.
Die Wendeschleife am Berliner Platz nimmt bereits Gestalt an, auch das Gebäude an der Endhaltestelle steht. Ab Dezember sollen hier Straßenbahnen zwischen Stadtpark und Hauptbahnhof pendeln können. Dafür gibt es aber noch einiges zu tun.
Seit 1996 war die Strecke für das reguläre Straßenbahnnetz stillgelegt – jetzt soll sie wieder in Betrieb gehen. Mit der Verlängerung der Linie 7 um etwa 1,2 Kilometer sollen vor allem die U-Bahnlinien U2 und U3 rund um den Rathenauplatz entlastet werden.
Die Arbeiten in der Bayreuther Straße sind Teil eines größeren Ausbauplans der Stadt Nürnberg. Im ÖPNV-Maßnahmenprogramm 2035 sind zahlreiche Projekte gebündelt, die eine nachhaltige Mobilität im Stadtgebiet fördern sollen – trotz der aktuellen Haushaltssperre.
Mit Förderprogrammen von Bund und Land soll der Stadtanteil auf 150 Millionen Euro gedeckelt werden. Die Verlängerung der Linie 7 bis zum Stadtpark kostet bis zu 42 Millionen Euro.
Bis mit Radfahrern und Fußgängern auch der Individualverkehr vom Ausbau profitiert, braucht es noch etwas Geduld. Mit der neuen Verbindung bekommt die Straßenbahn wieder mehr Platz im Nürnberger Norden. Es ist ein erster Schritt für das, was in den kommenden zehn Jahren noch folgen soll.