Ein Brand mitten in der Silvesternacht erschüttert einen beliebten Skiort in der Schweiz. Für viele Betroffene beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit – denn die medizinische Versorgung muss oft weit über Landesgrenzen hinaus organisiert werden. Hilfe aus anderen Ländern wird angeboten und Rettungskräfte eilen herbei, um die Verletzten zu versorgen und das Ausmaß der Katastrophe einzudämmen.
In einer Schweizer Bar im Skiort Crans-Montana ereignete sich ein schwerer Brand. Dabei kamen 40 Menschen ums Leben, 116 weitere wurden schwer verletzt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an. Aufgrund der Vielzahl an Verletzten werden Patienten auch in anderen Ländern behandelt. Seit Freitagnachmittag wird eine verletzte Person im Klinikum Nürnberg versorgt.
Fachverbände wie die Deutsche Gesellschaft für Verbrennungsmedizin und die European Burn Association sorgen dafür, dass die Expertise gebündelt wird. Ein weiterer wichtiger Punkt die Patienten können somit schnell über Ländergrenzen hinweg verteilt werden.
Womit das Klinikum Nürnberg besonders hervorsticht, ist ein Vebrennungsbad. Aber auch das in den Intensivstationen und dem Verbrennung OP die Luftfeuchtigkeit und somit die Temperatur erhöht werden kann, zum Beispiel trocknet dadurch die Wunde nicht so leicht aus.
Diese speziellen Bedingungen sind aber kein Selbstzweck. Sie schaffen vielmehr die Voraussetzungen für die ersten, entscheidenden Behandlungsschritte nach der Ankunft eines Schwerbrandverletzten in der Klinik. Denn was dann folgt, ist ein hochkomplexer Prozess.
Die Heilung nach schweren Verbrennungen dauert oft Monate und Jahre. Außerdem erfordert es umfangreiche Reha-Maßnahmen. Besonders wichtig sind individuelle psychologische Betreuungen für Patienten und Angehörige.