Vor dem Landgericht Ansbach begann heute der Prozess gegen zwei türkische Staatsangehörige. Die Männer versuchten sich im Januar einer Festnahme durch die Polizei zu entziehen und schossen dabei auf Beamten des Sondereinsatzkommandos. Ihre Flucht endete jedoch durch einen Unfall mit einem unbeteiligten in Weißenburg.
Es ist der Auftakt zu einem mindestens dreiwöchigen Verhandlungsmarathon. Am Landgericht in Ansbach stehen heute zwei türkische Staatsangehörige wegen versuchten gemeinschaftlichen Mordes vor den Richtern. Der Prozess findet wegen der mutmaßlichen Verbindung der beiden Männer zur organisierten Kriminalität unter erhöhten Sicherheitsbedingungen statt.
Die beiden Männer sollen Untergruppen der „Daltons“-Bande angehörig sein. Diese ist für ihr brutales Vorgehen bekannt. Bei der Festnahme im Januar, flohen sie noch vor dem Zugriff aus dem angemieteten Ferienhaus in Absberg. Bei der Anschließenden verfolgungsjagt schoss der 24-jährige Tatverdächtige auf das Fahrzeug der SEK-Beamten. Ihre Flucht endete in einem Zusammenstoß mit einem unbeteiligten Fahrzeug. In einer Erklärung gaben die Beiden Angeklagten an, im Gegensatz zur Anklage, keiner kriminellen Organisation anzugehören
Während der Anhörung zeigten die beiden Männer aus der Türkei wenig Reaktion und wirkten anteilslos. Während der heutigen Verhandlung wurden insgesamt 8 der 18 Zeugen vernommen. Die an der Verfolgungsjagd beteiligten Beamten schilderten in den ersten Verhandlungsstunden einen Ähnlichen Ablauf des Zugriffabends. In den kommenden Verhandlungstagen sollen noch weitere Zeugenbefragungen stattfinden.
Das Urteil soll offiziell am 13. November fallen. Bis dahin läuft noch die Beweisaufnahme.