Mi., 20.05.2026 , 17:46 Uhr

Neubau für die FAU: Millionen für Hörsaalzentrum und KI-Rechenzentrum

Heute ist ein besonderer Tag für Erlangen: Mit dem Spatenstich für ein neues Hörsaalgebäude der Friedrich-Alexander-Universität entsteht direkt in der Innenstadt eines der größten Bauprojekte der kommenden Jahre. An der Henkestraße soll ein moderner Ort für Lehre, Forschung und Begegnung entstehen – mitten im Herzen der Stadt.

Vincent steht heute am Bauzaun und beobachtet den Start der Arbeiten. Für ihn und viele andere Studierende ist der heutige Tag zwar ein sichtbares Zeichen für Fortschritt, gleichzeitig aber auch Teil eines bekannten Alltagsbildes: Baustellen, Umwege und ältere Gebäude prägen das Studium an der FAU seit Jahren.

Das neue Hörsaalzentrum soll genau hier ansetzen. Geplant sind moderne Vorlesungssäle, ein neues Audimax, Räume für Veranstaltungen, Ausstellungen sowie Bereiche für Forschung und Lehre. Insgesamt entsteht damit ein zentraler Campusbereich in der Innenstadt, der künftig tausenden Studierenden Platz bieten soll.

Doch während heute der Startschuss für den Neubau fällt, bleibt die Situation im Bestand ein großes Thema. Viele Gebäude der Universität sind in die Jahre gekommen, teilweise sanierungsbedürftig oder technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand. Für viele Studierende gehört das längst zum Alltag – von veralteten Hörsälen bis hin zu eingeschränkter Ausstattung.

Die Universität selbst setzt dabei auf ein langfristiges Modernisierungsprogramm. Schritt für Schritt sollen neue Gebäude entstehen und alte Strukturen ersetzt oder saniert werden. Ziel ist eine kontinuierliche Verbesserung der Infrastruktur und eine zukunftsfähige Aufstellung der FAU.

Auch die Stadt Erlangen begleitet die Entwicklung eng. Ein funktionierender Universitätsstandort ist aus Sicht der Stadt ein wichtiger Faktor für die Zukunft und die Attraktivität des Standorts.

Nur wenige Minuten vom neuen Hörsaalzentrum entfernt entsteht parallel ein weiteres Großprojekt: ein neues Hochleistungsrechenzentrum der FAU. Es soll die digitale Infrastruktur der Universität deutlich stärken – vor allem für Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz, datenintensive Anwendungen und Simulationen.

Insgesamt investiert der Freistaat Bayern rund 500 Millionen Euro in beide Projekte – etwa 269 Millionen Euro für das Hörsaalzentrum und rund 220 Millionen Euro für das Hochleistungsrechenzentrum.

Trotz dieser hohen Summen bleibt die Diskussion um den Zustand der Universität bestehen – zwischen Neubauten, Modernisierung und älteren Gebäuden.

Für Vincent und seine Kommilitonen beginnt damit eine Bauphase, die sie noch viele Jahre begleiten wird. Der Abschluss des neuen Hörsaalzentrums ist für 2031 geplant – bis dahin wird die FAU weiter wachsen, umbauen und sich neu aufstellen.

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