Im Bundestag beginnt heute auch eine neue Debatte über die Organspende. Eine fraktionsübergreifende Gruppe will die sogenannte Widerspruchsregelung einführen: Erwachsene wären demnach grundsätzlich Organspender – es sei denn, sie haben zu Lebzeiten widersprochen. Bisher ist eine ausdrückliche Zustimmung notwendig. Einen Gegenantrag unterstützt eine weitere Abgeordnetengruppe. Sie lehnt die Widerspruchsregelung ab und fordert stattdessen mehr Aufklärung und eine regelmäßige Aufforderung, die eigene Entscheidung zu dokumentieren. Hintergrund: Ende 2025 haben rund 8.200 Menschen auf ein Spenderorgan gewartet. Letztes Jahr gab es 985 postmortale Organspender – so viele wie seit 2012 nicht mehr. Eine Entscheidung fällt heute noch nicht. Zunächst werden die Vorschläge in den zuständigen Ausschüssen beraten.