Bayern hat nach Angaben des Paritätischen Wohlfahrtsverbands weiterhin die niedrigste Armutsquote Deutschlands. Dem aktuellen Armutsbericht zufolge gelten 12,6 Prozent der Menschen im Freistaat als arm oder armutsgefährdet. Bundesweit liegt die Quote mit 16,1 Prozent auf einem Rekordhoch. Insgesamt leben demnach rund 13,3 Millionen Menschen in Deutschland unterhalb der Armutsgrenze. Auch innerhalb Bayerns gibt es jedoch Unterschiede. Besonders niedrige Armutsquoten verzeichnen Schwaben, Oberbayern und Niederbayern. In den fränkischen Regierungsbezirken und der Oberpfalz liegen die Werte etwas höher. Als Gründe für die vergleichsweise gute Situation in Bayern nennt der Verband die starke Wirtschaftsstruktur, eine hohe Beschäftigungsquote und überdurchschnittliche Einkommen. Als armutsgefährdet gelten Menschen, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen müssen.