Di., 29.07.2025 , 17:52 Uhr

Neues Tiefendepot: Germanisches Nationalmuseum zieht 60.000 Museumstücke wegen Sanierungsarbeiten um

Vorsicht vor Licht, Kälte und Hitze. Historische Exponate benötigen eine gleichbleibende Raumtemperatur und Schutz vor Sonnenlicht. Für rund 67 Millionen Euro wird ein Teil des Museums aufwendig saniert. Dabei werden beispielsweise Fensterscheiben dreifach verglast und die Innenräume Barrierefreier und moderner gestaltet. Alles mit dem Ziel historische Gegenstände zu Schützen und Energie zu sparen. 

60.000 Ausstellungsstücke werden umgezogen

Umzug im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg. Ein Jahr lang wurden im Südflügel über 60.000 Objekte verpackt und zur Aufbewahrung vorbereitet. Wegen einer notwendigen Sanierung müssen knapp 20% der gesamten Ausstellungsflächen leergeräumt werden. Meike Wolters-Rosbach. Seit zwei Wochen werden alle Ausstellungsstücke aus diesem Bereich in das neue Tiefdepot umgezogen. 

Ausstellungsstücke kommen ins Tiefdepot

Weil der Bauernschrank aus dem mittleren 18. Jahrhundert auf den Rollbrettern zu hoch für die Tür ist, muss er mit Hebegurten aus der Ausstellung getragen werden. Mit dem Lastenaufzug geht es für den Bauernschrank ins Tiefdepot. Ausstellungsstücke können hier auf fünf unterirdischen Stockwerken platzsparend gelagert werden. Auf Schienen können die Podeste und Regale bewegt werden. Hier wird auch der Bauernschrank wieder vollständig zusammengebaut. 

Sauerstoffentzug gegen Ungeziefer

Um im Tiefdepot kein Ungeziefer mit einzulagern, kommen einige Ausstellungsstücke in die sogenannte Anoxia. Aktuell werden hier Tasteninstrumente behandelt. Durch Sauerstoffentzug werden pestizidfrei Schädlinge abgetötet. Bis Ende Oktober sollen alle Ausstellungsstücke aus dem Südflügel im Tiefdepot sicher eingelagert sein. Der Austellungsbereich soll dann 2029 vollständig saniert sein und wieder für Besucher geöffnet werden. 

 

 

Ausstellung Franken Franken Fernsehen Germanisches Nationalmuseum GNM Mittelfranken Museum Nürnberg Tiefdepot

Das könnte Dich auch interessieren

09.03.2026 02:52 Min Viele Erneuerungen und ein neues Konzept für 16 Millionen Euro: Museum Industriekultur eröffnet voraussichtlich im Frühjahr 2027 Es ist ein Stück Nürnberger Industriegeschichte: Das Museum Industriekultur in Nürnberg. 1988 wurde es in einem ehemaligen Schrauben Werk aus dem 19. Jahrhundert eröffnet. Es zeigt, womit Nürnberg großgeworden ist. Seit der Schließung 2023 ist es still geworden. Aktuell wird noch saniert und das nicht nur im Museum, sondern auch an einem neuen Konzept.   Ich 23.02.2026 02:40 Min Wenn Forschung auf Ausstellung trifft: FAU und Zukunftsmuseum starten Kooperation Wie fühlt sich eigentlich Zukunft an? Im Zukunftsmuseum Nürnberg kann man das ausprobieren. Seit 2021 dreht sich hier alles um Technik, Innovation und gesellschaftliche Entwicklungen von morgen – und in diesem Jahr feiert das Museum bereits sein fünfjähriges Bestehen. Gemeinsam mit der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg plant das Haus zudem eine neue Sonderausstellung. Was das Zukunftsmuseum im neuen 19.02.2026 02:44 Min Spielzeug im Wandel: Vom Würfel zur Konsole Seit Jahren entwickelt sich Spielzeug ständig weiter. Was früher mit Zinnsoldaten oder Stoffpuppen begann, findet heute oft auf Bildschirmen statt. Technik hat das Spielen grundlegend verändert und neue Formen des gemeinsamen Erlebens geschaffen. Genau diesem Wandel widmet sich nun das Spielzeugmuseum Nürnberg mit seiner neuen Ausstellung „GamesGeschichte(n)“. Sie zeigt, wie sich das klassische Gesellschaftsspiel zum 23.10.2025 02:36 Min Jetzt können die Bauarbeiten beginnen: Letztes Ausstellungsstück ins Tiefdepot gebracht Im Germanischen Nationalmuseum kann jetzt mit dem Umbau begonnen werden. Bis 2030 soll unter anderem die Musiksammlung umgebaut werden. Damit die Bauarbeiten starten können, hat das Museum 60.000 Objekte eingelagert – ein knappes Jahr lang. Auch dafür hat das Museum ein Tiefdepot gebaut. Wir haben heute das letzte Objekt auf seinem Weg unter die Erde