Vor einem Jahr wurde Friedrich Merz zum Kanzler gewählt – wenn auch erst im zweiten Anlauf. Die Umfragewerte seiner Regierung sind in einem Allzeittief. Laut einer Forsa-Umfrage sind nur 11 Prozent der Bürgerinnen und Bürger mit der Arbeit der Koalition aus CDU, CSU und SPD zufrieden. Merz gilt als einer der unbeliebtesten Politiker des Landes.
Im Mittelpunkt der Regierungsarbeit standen im vergangenen Jahr unter anderem Wirtschafts- und Haushaltspolitik, die Reform des Sozialstaats, die Migrationspolitik sowie die Stärkung der inneren und äußeren Sicherheit. Auch die Energiepolitik und der Umgang mit internationalen Krisen, etwa dem Krieg in Iran, prägten das politische Jahr. Politikexperte der FAU Erlangen-Nürnberg Simon Primus schätzt die Lage ein.