Das Unwetter hat Mittelfranken voll erwischt! Rund 3.000 Notrufe sind am Dienstagabend (15.07.2026) bei der Integrierten Leitstelle Nürnberg eingegangen – und das innerhalb von nur fünf Stunden. Die Städte Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie die Landkreise Nürnberger Land und Erlangen-Höchstadt waren stark betroffen. Die meisten Einsätze gab es in Nürnberg mit rund 300 Einsätzen, gefolgt von der Stadt Erlangen mit rund 200 sowie der Stadt Fürth mit rund 190 Einsätzen. Im Landkreis Erlangen-Höchstadt wurden rund 180 Einsätze registriert, im Landkreis Nürnberger Land rund 175 und im Landkreis Fürth rund 15.
Laut Angaben der ILS Nürnberg kam es zu rund 1.100 Einsätzen, die von den knapp 270 Feuerwehren abgearbeitet wurden – somit waren fast 3.000 Einsatzkräfte auf Mittelfrankens Straßen unterwegs. Um das Aufkommen zu stemmen, wurden zusätzliche Kräfte alarmiert. Auch das Technische Hilfswerk unterstützte die Einsatzkräfte.
Die Einsatzschwerpunkte waren vor allem umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und Straßenzüge sowie abgedeckte oder beschädigte Dächer. Außerdem wurden durch das Unwetter auch zahlreiche Brandmeldeanlagen ausgelöst. Aufgrund des Unwetters kam es ebenfalls zu Verkehrsunfällen.
Auch der Nürnberger Flughafen wurde lahmgelegt – Sturmschäden an Gebäuden, Überschwemmungen infolge des Starkregens sowie Schäden an der Infrastruktur. Deshalb musste der Flugbetrieb zeitweise vollständig eingestellt werden. Der Flugverkehr konnte erst gegen 21 Uhr wieder aufgenommen werden.
Bei dem gestrigen Gewitter wurden mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt. In Nürnberg wurde eine Person mit schweren Verletzungen in eine Klinik gebracht, nachdem sie von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. Die Einsätze dauerten noch mehrere Stunden bis in die Nacht hinein.