Fischsterben in Bad Windsheim! Ende Juni spitzt sich die Situation in Westmittelfranken zu – rund 200 Kilogramm Fische sind verendet. Hohe Temperaturen und wenig Wasser – eine gefährliche Kombination für die Fische in den Gewässern.
An der Aisch kontrolliert das Wasserwirtschaftsamt regelmäßig Wassertemperatur und Sauerstoffgehalt. Seit Beginn der Trockenphase werden die größeren Gewässer in Westmittelfranken mindestens einmal pro Woche überprüft.
Schadstoffe waren nicht die Ursache. Das zeigen Untersuchungen an Wasser und Kleinstlebewesen. Stattdessen waren die Hitze und der niedrige Wasserstand ausschlaggebend: Je höher die Wassertemperatur, desto geringer ist der Sauerstoffgehalt im Wasser. Das wird für viele Fischarten lebensbedrohlich.
Die Winterung in Bad Windsheim ist ein beliebtes Naherholungsgebiet. Hier sorgen Belüftungsanlagen dafür, dass dem Wasser im Weiher dauerhaft Sauerstoff zugeführt wird. In der Aisch nebenan gibt es diese Unterstützung nicht. Hinzu kommt, dass sich der Fluss vor Bad Windsheim auf drei Gewässerarme aufteilt. Dadurch verteilt sich das ohnehin knappe Wasser zusätzlich. Trotz des massiven Fischsterbens wurden die noch vitalen Fische der Aisch in andere Gewässer umgesetzt.
Nach Angaben des Wasserwirtschaftsamts blieb das Fischsterben trotz der anhaltenden Hitze bisher ein Einzelfall in Westmittelfranken. Die Maßnahmen und Investitionen der Kommunen zeigen laut Heiko Moßhammer Wirkung. Die zuletzt kühleren Nächte haben die Lage in Bad Windsheim zunächst entspannt. Steigen die Temperaturen im Laufe des Sommers jedoch wieder deutlich an, könnten auch die Sauerstoffwerte in den Gewässern erneut kritisch werden.