Mehr Grün, mehr Wasser, weniger Hitze: Nürnberg arbeitet daran, die Altstadt besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Bei einem Rundgang zeigt Bürgermeister Dr. Nasser Ahmed, welche Maßnahmen bereits umgesetzt werden und welche Projekte geplant sind.
Nürnbergs Altstadt heizt sich an heißen Tagen besonders stark auf. Viele versiegelte Flächen, Gebäude und Pflastersteine speichern die Wärme und sorgen für sogenannte Hitzeinseln. Mit neuen Konzepten will die Stadt gegensteuern und mehr Aufenthaltsqualität schaffen.
Mehr Wasser und Grün für die Altstadt
Mehr Bäume, zusätzliche Wasserspender und Brunnen sowie weniger versiegelte Flächen sollen künftig für Abkühlung sorgen. Projekte wie der Lorenzer Platz mit neuen Pflanzbeeten und der Nägeleinsplatz mit mehr Grün und Zugang zum Wasser zeigen, wie die Stadt den öffentlichen Raum umgestaltet.
Der Auftrag ist eigentlich klar für die Zukunft: mehr Zugänge zum Wasser, mehr Wasser aus Brunnen und Trinkwasserspendern, mehr Bäume, mehr Entsiegelung. Das ist der politische Auftrag.
– Nasser Ahmed, SPD, dritter Bürgermeister der Stadt Nürnberg
Eine wichtige Rolle spielt dabei das Konzept der Schwammstadt. Regenwasser soll nicht mehr direkt in die Kanalisation abfließen, sondern vor Ort gespeichert werden. In der Breiten Gasse kommt dafür unter anderem ein spezieller Klimastein zum Einsatz, der Wasser aufnehmen und wieder verdunsten lassen kann.
Klimaanpassung trotz knapper Kassen
Die Umsetzung solcher Projekte ist eine Herausforderung – auch wegen der angespannten Haushaltslage der Stadt. Ziel sei es deshalb, mit jedem investierten Euro möglichst viele Effekte zu erreichen: mehr Klimaschutz, mehr Grün und gleichzeitig eine Stärkung der Innenstadt.
Die Anpassung an den Klimawandel wird Nürnberg noch über Jahre beschäftigen. Mit den ersten Maßnahmen will die Stadt zeigen, wie eine klimaangepasste Altstadt künftig aussehen kann.