Do., 11.09.2025 , 17:45 Uhr

Nur 14 Prozent sind ökologisch: Zahl der Biobauern soll sich bis 2030 noch verdoppeln

In Bayern gibt es laut Landwirtschaftsministerium aktuell 11.800 Betriebe, die schon ökologisch arbeiten – etwa 14 Prozent. Bis 2030 wird der Freistaat trotz einer Initiative der Staatsregierung dieses Ziel wohl verfehlen. Als Gründe geben Betroffene oft hohe Ausgaben und geringere Effizienz an. In Heroldsberg hat ein Milchbetrieb den Schritt dennoch gewagt. 

Bei Vielen fehlt es an Willen und Mut

Johannes Rohlederer aus Heroldsberg ist Biobauer. Seinen Betrieb mit etwa 100 Kühen hat er vor drei Jahren auf ökologische Landwirtschaft umgestellt – zwei Jahre lang. Für den Landwirt eine Gewissensentscheidung. Den Schritt den Betrieb umzustellen, scheuen viele seiner Kolleginnen und Kollegen, sagt er. Der Investitionsdruck sei zu hoch – die Förderungen und die Wertschätzung für die Produkte seien zu niedrig. Außerdem sei die ökologische Landwirtschaft für viele Bäuerinnen und Bauern nicht wirtschaftlich. 

Ein ambitioniertes Ziel

Dennoch will der Freistaat Betriebe dazu bringen, auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. Denn bis 2030 sollen 30% aller Betriebe ökologisch sein – aktuell sind es nicht einmal die Hälfte. Staatsministerin Michaela Kaniber steht dennoch zu dem Ziel – aber ohne Zwang. Der Bayerische Bauernverband empfindet eine Quote als zu unflexibel. Sie wünschen sich eine für Betreibe verträgliche Lösung. Seit Anfang 2025 hätten sogar drei Milchbetriebe die Rückkehr zur konventionellen Landwirtschaft begonnen. Für Johannes Rohlederer keine Option. Für Johannes Rohlederer ist die ökologische Landwirtschaft kein Verlustgeschäft – trotz des höheren Aufwands. Er wünscht sich aber, dass sich Politik und Gesellschaft stärker für ökologische Landwirtschaft einsetzen. So könnten für alle Beteiligten von ökologischer Landwirtschaft. 

Bayerischer Landwirtschaftsminister Franken Franken Fernsehen Guten Abend Franken Heroldsberg Landkreis Erlangen-Höchstadt Landwirtschaft Mittelfranken Ökologische Landwirtschaft

Das könnte Dich auch interessieren

02.02.2026 03:53 Min Erste Bewerbung aus Deutschland: Metropolregion Nürnberg will Weltagrarkulturerbe werden Die Bananen am Kilimandscharo, die Zitronen aus Sorrent oder die Reisterrassen in Yunnan: Diesen Anbaugebieten hat die Welternährungsorganisation mit dem Titel Weltagrarkulturerbe ausgezeichnet. 104 Stätten in 25 Ländern hat die FAO bereits ernannt. In Deutschland gibt es bisher noch keinen Titel. Die Europäische Metropolregion Nürnberg möchte das jetzt ändern.  Die Bewerbung soll nicht nur der 27.07.2026 02:51 Min Um Schwester zu besuchen: Frau aus Wendelstein sechs Tage lang mit Traktor unterwegs Wer von Nürnberg aus nach Hamburg reisen möchte, der entscheidet sich meist für das Auto, ein Flugzeug oder die Deutsche Bahn. Es geht aber auch deutlich langsamer – und vor allem ungewöhnlicher. Eine Frau aus Wendelstein hat sich heute auf einen 620 Kilometer langen Weg gemacht. In sechs Tagesetappen soll es nur mit dem Allernötigsten im Gepäck in Richtung Hansestadt gehen – auf einem 70 Jahre alten Traktor.  Besuch bei Schwester in Hamburg geplant Ihre “erste große 09.07.2026 02:32 Min Hitze und Dürre in Franken: Bauernverband befürchtet Ernteausfälle Der beste Rat ist der Vorrat – das besagt eine alte Bauernregel. Doch diese Vorräte dürften in diesem Jahr kleiner ausfallen als gewohnt. Hitze und ausbleibender Regen haben den Feldern in der Region stark zugesetzt. Beim Erntepressegespräch des Bayerischen Bauernverbands in Wilhermsdorf berichten Landwirte aus dem Kreis Fürth über ihre zukünftigen Ausrichtungen. Dabei haben sie nicht nur mit kurzfristigen Problemen zu kämpfen.  Ohne Niederschlag sinkt die Qualität Seit 53 Jahren arbeitet Rainer 29.05.2026 03:05 Min Spargel bleibt der Liebling der Bayern: Erzeuger zwischen guter Ernte, steigenden Kosten und Klimawandel Zur Halbzeit der Spargelsaison: Wie geht es dem heimischen Spargel? Er ist und bleibt das Lieblingsgemüse der Deutschen: der Spargel. 1,4 Kilogramm isst jede Bayerin beziehungsweise jeder Bayer durchschnittlich pro Jahr. Das sagen aktuelle Zahlen des Landesamts für Statistik. Einfache Zeiten sind es für die Erzeuger aufgrund von extremem Wetter, steigenden Kosten und dem Preiskampf