Der Traum von Olympia in Nürnberg lebt. Die Stadt wäre bei einer erfolgreichen Münchner Bewerbung ebenfalls Teil der Spiele. Die Entscheidung fällt am 26. September. Die Landeshauptstadt hat sich längst in Stellung gebracht. Von der Austragung verspricht sich der BLSV nicht nur eine erfolgreiche Zeit während der Austragung. Es geht vielmehr darum, die Signalwirkung Olympischer Spiele bereits im Vorfeld und darüber hinaus zu nutzen.
Sollten die Spiele nach München kommen, würden auch Wettkämpfe in Nürnberg stattfinden. Wie 1972 geht es vor allem um die Fußball-Wettbewerbe. Für eine erfolgreiche Münchner Bewerbung braucht es auch ein Nürnberg, das an einem Strang zieht. Allen voran aber ein brauchbares Stadion. Kurz vor der Haushaltssperre wurde die Vorzugsvariante des Max-Morlock-Stadions verabschiedet. Teil davon ist aber nicht nur die Sanierung der Spielstätte, sondern auch ein Sports Innovation Campus.
In dem Campus, der in das Stadion integriert werden soll, will der 1. FC Nürnberg mit Partnern aus der Wissenschaft und Forschung in der Region zusammenarbeiten. Neben den drei Universitäten ist ein Partner auch das Fraunhofer Institut. Das Fraunhofer Institut will Sportlerinnen und Sportler auf ihrem Weg aufs Treppchen unterstützen. Im Spitzensport hat das Institut bereits Erfahrungen gesammelt. Weltunternehmen und hochrangige Forschungseinrichtungen wollen Nürnberg bei der Bewerbung Münchens unterstützen.
Die Chance bietet sich womöglich schneller als gedacht. Nürnberg schielt auf die Austragung der Finals. Bleibt nur die Frage: Bringt Nürnberg das Max-Morlock-Stadion rechtzeitig und trotz aktueller Haushaltssperre in Schuss?