Rund um den Nürnberger Flughafen sucht die Initiative „Stopp Flughafenparker“ nach Urlaubern, die ihre Autos während der Reise kostenlos in Wohngebieten abstellen. Besonders in der Ferienzeit wird das für die Anwohnenden zum Problem.
In Ziegelstein, Lohe und Almoshof kontrolliert die Initiative insgesamt 35 Straßenzüge und zählt die dort abgestellten Fahrzeuge. Die Ergebnisse sollen auf der eigenen Webseite veröffentlicht werden. Zusammen mit einer Petition will die Initiative den Druck auf die Stadt erhöhen.
Eine mögliche Lösung sehen die Anwohnenden im sogenannten Memminger Modell. Dabei würde rund um den Flughafen eine Halteverbotszone eingerichtet. Die Parksituation in den betroffenen Gebieten wird von der Stadt bereits seit 2017 regelmäßig erhoben.
Die Auswertung ist allerdings schwierig: Seit 2015 dürfen Autofahrer ihr Kennzeichen auch bei einem Umzug behalten. Ein auswärtiges Kennzeichen ist deshalb kein sicherer Hinweis darauf, dass ein Fahrzeug von einem Urlauber abgestellt wurde.
Die Stadt Nürnberg analysiert derzeit die Ergebnisse der diesjährigen Erhebung und vergleicht sie mit den Vorjahren. Eine mögliche Lösung soll noch in diesem Jahr dem Verkehrsausschuss vorgelegt werden.
Für die Initiative geht das nicht schnell genug. Bis eine Entscheidung fällt, will sie die Parksituation in den betroffenen Straßen weiter beobachten.