Mi., 30.09.2026 , 16:21 Uhr

Pflege-Reform beschlossen: Koalition einigt sich doch

Die Bundesregierung hat sich auf einen Gesetzentwurf zur Pflege verständigt. Das Kabinett hat den Entwurf von Gesundheitsminister Carsten Linnemann heute beschlossen. Im Mittelpunkt stehen zunächst Einsparungen: Unter anderem soll das Begutachtungssystem für Pflegebedürftige neu und zielgenauer ausgestaltet werden. Die Pflegeversicherung steht nach Angaben der Bundesregierung vor einer Finanzierungslücke von rund acht Milliarden Euro im kommenden Jahr. Der Beitragssatz soll zwar bei 3,6 Prozent bleiben. Für Kinderlose wird es jedoch teurer: Ihr Beitragszuschlag soll von 0,3 auf 0,9 Prozentpunkte steigen. Umstritten war der Entwurf bis zuletzt innerhalb der Koalition. Die SPD hatte kritisiert, dass zunächst vor allem gespart werden soll, und einen Mechanismus zur Begrenzung der Pflegekosten gefordert. Ein solcher „Pflegedeckel“ ist im aktuellen Gesetzentwurf nicht vorgesehen. Die Strukturreform könnte zum 1. Juli 2027 in Kraft treten.  

Bundesregierung Carsten Linnemann Einsparungen Franken Franken Fernsehen Gesetzesentwurf Gesundheit Kurznachrichten Mittelfranken Pflege Pflege-Reform

Das könnte Dich auch interessieren

13.07.2026 00:43 Min Proteste wegen Gesundheits- und Rentenreform: Demonstration gegen Sozialabbau in Nürnberg Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, Sozialverbänden und Beschäftigten hat am Samstag gegen die geplanten Sparmaßnahmen der Bundesregierung demonstriert. Unter dem Motto „#unkürzbar Mittelfranken“ sind die Teilnehmenden vom Kornmarkt über das bayerische Finanzministerium bis zum Aufseßplatz gezogen. Ihr Vorwurf: Die Pläne im Gesundheits- und Sozialwesen seien ein Generalangriff auf die öffentliche Daseinsvorsorge. Besonders in der Altenpflege, in Krankenhäusern und der Behindertenhilfe 30.09.2026 00:37 Min Deutschlandticket soll teurer werden: Koordinierungsrat legt heute neuen Preis fest Der Preis vom Deutschlandticket soll steigen: Wie die Rheinische Post berichtet, steht eine Erhöhung auf 66,80 Euro im Raum. Bisher kostet das Angebot 63 Euro. Grund für die Steigerung sind gestiegene Kosten bei Energie und Personal. Bereits im Frühjahr haben sich die Verkehrsminister der Länder auf einen Kostenindex geeinigt. Mit diesem wird nun die Erhöhung berechnet. Verschiedene 28.09.2026 00:45 Min Studieren ist Mietfrage: BAföG reicht oft nicht für Miete In den meisten deutschen Hochschulstädten reicht die BAföG-Wohnpauschale von 380 Euro nicht für eine 40-Quadratmeter-Wohnung. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von immowelt. In Erlangen werden im Schnitt 483 Euro Kaltmiete fällig – das sind 127 Prozent der Wohnpauschale und 49 Prozent des maximalen BAföG-Satzes. In Nürnberg ist die Belastung genauso hoch. In München verschlingt die 24.09.2026 00:53 Min Führerschein-Ausbildung vor Reform: Mehr Digitalunterricht, weniger Pflichtfahrten Die Bundesregierung will die Fahrschulausbildung modernisieren und Kosten senken. Ein entsprechender Gesetzentwurf wird ab heute im Bundestag erstmals beraten. Geplant ist unter anderem: Der Theorieunterricht soll künftig vollständig digital möglich sein. Außerdem sollen die bisher zwölf gesetzlich vorgeschriebenen Sonderfahrten für den Pkw-Führerschein entfallen. Wie viele Fahrten nötig sind, soll stärker vom Können der Fahrschülerinnen und