Wer besser platziert ist darf Spiel eins und drei Zuhause bestreiten. Kommende Woche trifft dann der Siebte auf den Zehnten, und der Achte auf den neunten-Tabellenplatz. Die Hauptrunde in der DEL geht auf die Zielgerade. Zwei Spiele vor Ende der Hauptrunde haben die Nürnberg Ice Tigers sechs Punkte und 20 Tore Vorsprung auf Rang 11. Die Pre-Playoffs damit so gut wie erreicht! Nach einer durchwachsenen Phase nach um die Olympia-Pause scheint die Mannschaft von Trainer Mitch O’Keefe aber wieder rechtzeitig in Form zu kommen. Jetzt gilt es, den Rhythmus zu halten und sich möglichst gut für die Playoffs zu platzieren. Nürnberg aktuell auf Rang zehn. Aber auch zwei Plätze besser ist rein rechnerisch noch möglich. Die Ice Tigers könnten sich theoretisch also sogar noch das Heimrecht sichern. Aber das hängt vor allem mit der Mentalität zusammen, sagt der Trainer.
Der Sieg gegen Wolfsburg am Sonntag hat den Start für die Playoff-Reise gegeben. Ganz zufrieden ist Trainer Mitch O’Keefe mit den vergangenen Wochen trotzdem nicht. Seit der Olympia-Pause sind den Tigern nur zwei Siege in sechs Spielen gelungen.
Mitch O’Keefe, Trainer Nürnberg Ice Tigers
„Der Start nach der Olympia-Pause war für uns wirklich schwierig. Bei dieser Mannschaft war das vor allem eine Kopfsache. Gegen Berlin haben wir einen guten Schritt in die richtige Richtung gemacht –in Wolfsburg den nächsten. Jetzt geht es darum, die Dinge simpel zu halten. Wir haben nicht hart genug gearbeitet. Wir als Trainerteam muss die Spieler pushen und sie aus ihrer Komfortzone holen. Nach dieser Pause waren sie einfach zu bequem.“
Genau diese Intensität könnte jetzt entscheidend werden. Denn in den kurzen Serien der Pre-Playoffs spielen oft die sogenannten Special Teams eine Schlüsselrolle. Powerplay und Penalty Killing könnten also über Weiterkommen und früher Sommerpause entscheiden. 146 Mal Powerplay für die Ice Tigers gab es diese Saison. Daraus entstanden allerdings nur 26 Tore. Umgekehrt kassieren die Tiger in ähnlich vielen Unterzahlsituationen allerdings 38 Gegentreffer. Für Torhüter Evan Fitzpatrick ist dabei vor allem die Abstimmung mit der Defensive entscheidend.
Evan Fitzpatrick, Torhüter Nürnberg Ice Tigers
„Die Jungs machen in den letzten Spielen einen richtig guten Job. Sie blocken viele Schüsse und wir kommunizieren viel. Das funktioniert gerade wirklich gut – besonders jetzt, wo wir personell ein bisschen dünn sind. Deshalb bin ich einfach froh, mit ihnen da draußen zu stehen.“
Druck spürt der Goalie vor den entscheidenden Spielen trotzdem nicht unbedingt – im Gegenteil.
Evan Fitzpatrick, Torhüter Nürnberg Ice Tigers
„Unter diesem Druck zu spielen – das ist ein Privileg.“
Ein kleiner Vorgeschmack auf diese Spiele könnte schon am Freitag warten. Dann treffen die Ice Tigers auf die Fischtown Pinguins Bremerhaven – und genau dieses Team könnte auch nächste Woche in den Pre-Playoffs wieder der Gegner sein. Bevor die K.o.-Phase beginnt, steht am Sonntag mit Frankfurt noch das letzte Spiel der Hauptrunde an. Danach geht es für die Ice Tigers in die wichtigste Phase der Saison. Das bedeutet: Wenig freie Tage! Ganz nach Trainer O’Keefes Geschmack.
Mitch O’Keefe, Trainer Nürnberg Ice Tigers
„An Weihnachten hatten die Jungs zwei Tage frei. Danach haben sie ihren Biss nicht mehr gefunden. Also gibt es jetzt wohl keine freien Tage mehr.“
Damit dürften die Jungs einverstanden sein, wenn das gleichzeitig eine lange Playoff-Reise bedeutet.