Der Sommer ist da, die Urlaubssaison beginnt – und viele Familien machen sich mit dem Auto auf den Weg in die Ferien. Doch ausgerechnet jetzt blicken viele Autofahrer mit Sorge auf die Zapfsäulen. Nach dem Ende des Tankrabatts im Juli steigen die Spritpreise wieder – und das macht die Fahrt in den Urlaub deutlich teurer. Aber auch die Menschen in Mittelfranken wird das Ende des Rabatts in ihrem Alltag betreffen.
Um 12 Uhr springen die Anzeigen um. Der Tankrabatt der Bundesregierung ist ab 01. Juli offiziell Geschichte. Vor Mittelfrankens Tankstellen sind die Schlangen am Vormittag deshalb noch einmal lang. Viele wollen volltanken. Die Sorge: Schon in den kommenden Tagen könnten die Preise an den Zapfsäulen deutlich steigen. Aufgrund des Preissprungs stellt sich die Frage – Hat der Tankrabatt die Verbraucherinnen und Verbraucher überhaupt spürbar entlastet? Gerade Pendlerinnen und Pendler und Familien spüren die hohen Kraftstoffpreise unmittelbar im Geldbeutel. Mit dem Tankrabatt hatte die Bundesregierung die Energiesteuer auf Kraftstoffe für zwei Monate gesenkt. Das habe laut ADAC Wirkung gezeigt. Für Superbenzin entsprach das einer Entlastung von rund 35 Cent brutto pro Liter, bei Diesel waren es rund 17 Cent. Politisch bleibt der Tankrabatt umstritten. Wirtschaftsinstitute und der ADAC kritisieren, dass die Entlastung nicht vollständig bei den Autofahrern angekommen sei.
Auch wirtschaftlich bleibt die Lage angespannt. Unsichere Rohstoffmärkte, geopolitische Krisen und schwankende Ölpreise sorgen weiterhin für große Preisbewegungen. Gesellschaftlich trifft das vor allem Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind – etwa Berufspendlerinnen und -pendler oder Familien im ländlichen Raum. Der ADAC rechnet mindestens mit einer Erhöhung auf das Niveau der Zeit vor dem Tankrabatt. An den Zapfsäulen in der Region werden die Autofahrerinnen und Autofahrer auch künftig auf jeden Cent achten.