Ziemlich gefasst wirkt der 43-jährige Angeklagte Ibrahim H. als er in den Gerichtssaal geführt wird. Ibrahim H soll am 23. März seinen Cousin auf einem kurdischen Kulturfest in Parsberg mit einem Küchenmesser erstochen haben. Aus Rache, weil er ihn für den Tod seiner Schwester vor 20 Jahren verantwortlich macht.
Der Angeklagte soll seinen Cousin unweit eines Lagerfeuers entdeckt haben. Laut Staatsanwältin fasste er zu spätestens diesen Zeitpunkt den Entschluss, seinen Cousin zu töten.
Allerdings sieht diese keinen Mord in der Tat. Auch ein Drohnenvideo lieferte keine Hinweise zur Tat. Es gilt nun zu klären, wie sich der Angriff zugetragen hat und was das Motiv für die Tat ist. Bis jetzt schweigt der Angeklagte vor Gericht.
Wird diese Festgestellt, wäre auch nach 15 Jahren Mindesthaftzeit keine Freilassung möglich. Das Landgericht Nürnberg-Fürth hat 12 weitere Verhandlungstage angesetzt. Der nächste Verhandlungstermin ist der 16. Januar. Ein Urteil könnte dann am 26. Februar fallen.