Mo., 06.07.2026 , 15:36 Uhr

Prozessionsspinner, Grasmilben & Co.: Es juckt in ganz Franken!

Sommer und Sonne laden zu einer gemütlichen Zeit im Grünen ein – eigentlich. Denn ganz Franken juckt’s! Für immer mehr Menschen endet der Ausflug ins Freie mit Hautausschlägen, starkem Juckreiz oder allergischen Reaktionen. Grund dafür sind die Ausbreitung des Eichen-Prozessionsspinners, Grasmilben oder Zerkarien in Ufernähe. Der Kampf gegen die kleinen Plagegeister läuft zwar längst auf Hochtouren, eine Besserung ist jedoch kaum in Sicht. 

Ein Bild, das man in der Metropolregion derzeit häufig sieht: Ein Spezialteam der “Nürnberger Baumpflege” versucht, Nester des Eichen-Prozessionsspinners zu entfernen. Die Raupe befindet sich in der Hauptsaison, ihre Brennhaare können Juckreiz und Hautausschläge auslösen. Die Stadt Nürnberg kämpft seit Wochen gegen die Ausbreitung der ungebetenen Gäste und kommt dabei kaum hinterher.  

Grasmilbenplage in Ansbach und Weißenburg

Auch die Landkreise Ansbach und Weißenburg vermelden immer mehr Fälle von juckenden Hautausschlägen. Der Anstieg sorgt auch für einen hohen Ansturm auf Hautarztpraxen und Apotheken. Für die Apothekerin Barbara Straller ist nicht nur die Raupe ein Grund für die hohen Betroffenenzahlen. 

Die Bisse der Grasmilben-Larven können zu Hautreizungen führen und zeichnen sich durch viele kleine Einstiche nebeneinander aus. Im Uferbereich von Gewässern halten sich zudem Zerkarien und Gnitzen auf. Ihre Bisse sind eigentlich harmlos, können aber trotzdem schnell gefährlich werden. 

Dr. Petra Ziegler (Dermatologin Hautarztpraxis Dinkelsbühl): Das Problem ist, dass durch den Juckreiz, der quälend sein kann, gekratzt wird und damit kann es zu bakteriellen Superinfektionen kommen.

Ausreichend Heilmittel vorrätig

Kühlende Gele und Antihistaminika helfen dabei, den Juckreiz zu lindern. Lieferengpässe bei Medikamenten drohen laut Apotheken nicht. Es kann aber auch noch etwas dauern, bis sich die Lage verbessert. 

Insektensprays, geschlossene Kleidung und genügend Abstand zu Sperrzonen können nervigen Hautausschlägen vorbeugen. Doch auch aufmerksames Verhalten wird in den kommenden Wochen kaum verhindern, dass es die ein oder andere Person in Franken hin und wieder jucken wird. 

Ansbach Apotheke Ausschlag Eichenprozessionsspinner Franken Franken Fernsehen Grasmilben Hautausschlag Insektenbisse Insektenstiche Jucken Juckreiz Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Mittelfranken Nürnberg weissenburg Zerkarien

Das könnte Dich auch interessieren

20.10.2026 02:39 Min Nitratbelastung im Wasser: Greenpeace testet in Westmittelfranken Zu viel Nitrat im Wasser – das ist auch in Mittelfranken ein Problem. Umweltschützer wie Greenpeace sehen eine wesentliche Ursache in der Düngung landwirtschaftlicher Flächen. Gelangt zu viel Nitrat in die Gewässer, kann das der Umwelt schaden und die Trinkwasserversorgung belasten. Greenpeace fordert deshalb strengere Maßnahmen und kritisiert die aktuelle Agrarpolitik. Bei einer Tour durch 29.09.2026 01:01 Min Die gute Nachricht des Tages: Bei der "Langen Nacht der Demokratie" Demokratie mal anders erleben Demokratie mal anders erleben: Am Freitag wird in ganz Bayern gemeinsam diskutiert und sich ausgetauscht. Bei der „Langen Nacht der Demokratie“ dreht sich am Vorabend des Tags der Deutschen Einheit alles um die Frage: Was hält unsere Gesellschaft zusammen? Auch in Mittelfranken machen zahlreiche Städte mit – darunter Nürnberg, Ansbach, Altdorf, Feuchtwangen und Herzogenaurach. In Nürnberg 25.06.2026 01:31 Min News of the Day vom 25.06.2026: Eichenprozessionsspinner-Plage in Nürnberg Die Hitzewelle im Mai hat nicht nur für sommerliche Temperaturen gesorgt – sie hat auch die Entwicklung und Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners begünstigt. In Nürnberg wurden inzwischen zahlreiche Nester entdeckt, teilweise mit einer Größe von bis zu 1,5 Metern. Aktuell liegen der Stadt zwischen 150 und 200 Meldungen vor, die überprüft werden müssen. Die Raupen leben 17.06.2026 02:58 Min Eichenprozessionsspinner breitet sich in Nürnberg massiv aus: Stadt warnt vor Gesundheitsgefahr durch Brennhaare Warme Monate fördern Ausbreitung Die Hitzewelle im Mai hat nicht nur für sommerliche Temperaturen gesorgt – sie hat auch die Entwicklung und Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners begünstigt. In Nürnberg wurden inzwischen zahlreiche Nester entdeckt, teilweise mit einer Größe von bis zu 1,5 Metern. Aktuell liegen der Stadt zwischen 150 und 200 Meldungen vor, die überprüft werden