Überall aus dem Haus dröhnen die Bohr- und Presslufthämmer. Auf der Baustelle des Projekt REGEN406 soll zukünftig ein gemeinschaftlicher Wohnraum entstehen. Die verantwortlichen werden dabei von dem sogenannten „Mietshäuser Syndikat“ und vielen freiwilligen unterstützt. Dominique ist heute das erste Mal dabei, um auf der Baustelle zu helfen.
Auf dem Gelände des ehemaligen NS-Arbeitslagers sollen Wohnungen für sechs Familien und eine große WG entstehen. Die Renovierungskosten deckt das Projekt mit Mini-Krediten von Privatpersonen. 900.000 Euro sind zusammengekommen. Jetzt fehlen dem Projekt noch 600.000 Euro auf den vollen Kostenbedarf. Neben der Finanzierungsbesonderheit ist auch das Wohnkonzept ungewöhnlich. Auch außergewöhnlich: Die Mieter sind gleichzeitig die Vermieter und Bank des Wohnprojektes. Auf die Idee der selbstverwalteten Wohngemeinschaft kam Haas dabei eher durch einen Zufall.
Nach dem Zusammensetzen startete das Projekt mit drei Familien. Die anderen kamen über die Zeit dazu. Noch befindet sich der Bau in der Anfangsphase. Bis November hoffen die Beteiligten mit den Abbrucharbeiten fertig zu werden. Dabei werden immer auch freiwillige Helfer gesucht. Dominique könnte dann auch wieder dabei sein. An diesem Sonntag findet eines von vielen Baustellen-Cafés statt. Dort bekommen Interessierte Einblicke in die Baustelle und können sich bei Kaffee und Kuchen mit den Projektverantwortlichen austauschen.