Momentan ist die Straße von Hormuz (Sprich Hormús) für die Schifffahrt noch nicht komplett frei. Deshalb werden fossile Brennstoffe wie Benzin oder Kerosin seit Wochen knapper und teurer. Kerosin kostet aktuell über 150 US-Dollar pro Barrel. Das ist fast doppelt so hoch wie im Jahr zuvor. Das kann auch Flugreisen deutlich teurer machen – auf Langstrecken mehrere hundert Euro.
Schwierige Sicherheitslage im Nahen und Mittleren Osten, die Klimaveränderung und knapper werdende Treibstoffe: Reisen und speziell längere Flugreisen werden aktuell immer teurer. Laut der Stiftung für Zukunftsfragen kostet eine Reise 2025 fast 1500 Euro pro Person. Das kommt bei den Reisenden am Nürnberger Flughafen unterschiedlich an. So streicht die Lufthansa zum Beispiel wegen der aktuellen politischen Lage und der Streiks bis Oktober 20.000 Flüge und will etwa 40.000 Tonnen Kerosin einsparen – vor allem auf der Kurz- und Regionalstrecke. Denn durch die Iran-Krise hat sich der Preis für Kerosin von letztem auf dieses Jahr verdoppelt. Zum letzten Mal stiegen die Kosten zu Beginn des Ukraine-Krieges so stark. Auf Billigflüge wirkt sich die Kerosin-Knappheit laut einschlägiger Portale momentan noch nicht aus.
Der Flughafen in Nürnberg ist von den Streichungen im Flugplan aktuell wenig betroffen. Lediglich nach Erbil im Irak und Beirut im Libanon fliegen keine Maschinen mehr von Nürnberg aus. Hinter dem Airport liegt das erfolgreichste Geschäftsjahr seiner Geschichte. 2025 sind laut Statistischem Landesamt in Fürth 4,5 Millionen Passagiere von Nürnberg geflogen – etwa 12 Prozent mehr. Für 2026 erwartet der Flughafen bisher noch keine negative Entwicklung. Sie hoffen den Trend zu bestätigen. Die Lage in der Straße von Hormuz und die Knappheit von Kerosin wird jedoch noch weiter bestehen bleiben. Nicht ausgeschlossen, dass dann auch der Flughafen in Nürnberg davon betroffen sein könnte.