Rock im Park ist vorbei. Drei Tage lang wurde auf dem Zeppelinfeld gefeiert, gecampt und getanzt – und auch das Wetter hat bis auf wenige Regenschauer mitgespielt. Ab heute beginnt das große Aufräumen und Abbauen. Bis Ende der Woche sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Für die letzten Besucherinnen und Besucher hieß es am Morgen: Zelte abbauen und die Heimreise antreten. Die Camper mussten das Gelände bis 10 Uhr verlassen haben. Während Tausende Fans abreisen, läuft hinter den Kulissen bereits die nächste große Aufgabe: der Abbau und die Reinigung des gesamten Festivalgeländes. Bereits kurz nach dem Festivalende haben die Arbeiten begonnen. Seit den frühen Morgenstunden sind rund 400 Mitarbeitende im Einsatz, um das Gelände nach einem strategischen Reinigungsplan Schritt für Schritt zu säubern. Dabei werden alle Bereiche systematisch abgearbeitet, sodass große Flächen teilweise schon am ersten Tag wieder freigeräumt sind. Ziel ist es, das Gelände bis Ende der Woche vollständig zu reinigen und abzubauen – im Anschluss soll es wieder sauberer sein als vor dem Festival.
Ein großes Thema nach dem Festival ist wie jedes Jahr der Müll. Die Reinigung erfolgt in mehreren Etappen und nach einem festen Konzept. Gleichzeitig spielt Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. So setzt das Festival bei Getränken inzwischen vollständig auf Mehrwegbecher. Auch das Bewusstsein der Besucherinnen und Besucher für Recycling ist nach Einschätzung der Veranstalter weiter gestiegen. Viele Fans achten bereits während des Festivals stärker auf Müllvermeidung und Trennung, wodurch die Abfallmengen besser gesteuert werden können.
Auch das Sicherheitskonzept wurde in diesem Jahr weiterentwickelt. Den Besucherinnen und Besuchern stand rund 25 Prozent mehr Fläche zur Verfügung. Zusätzlich wurden mehr Ein- und Ausgänge geschaffen und Gastronomieflächen verlagert, um Engstellen zu vermeiden und Besucherströme besser zu verteilen. Unterstützt wurde das Ganze durch eine neue App, die bereits die Anreise koordinierter gestaltet hat. Insgesamt bewerten die Veranstalter diese Maßnahmen als erfolgreich, da sich die Abläufe auf dem Gelände spürbar entzerrt haben.
Auch die Rettungskräfte ziehen eine positive Bilanz. Laut Sanitätswachdienst mussten sie rund 1.800 Mal helfen und Festivalgäste medizinisch versorgen. Dabei ging es überwiegend um Kreislaufbeschwerden, kleinere Verletzungen, Insektenstiche und Prellungen. Fälle im Zusammenhang mit übermäßigem Alkohol- oder Drogenkonsum seien im Vergleich zu früheren Jahren seltener gewesen.
Insgesamt ziehen die Verantwortlichen ein positives Fazit. Während auf dem Gelände nun die letzten Spuren des Festivals beseitigt werden, richten sich die Blicke bereits nach vorne: Der Vorverkauf für Rock im Park 2027 startet bereits am 9. Juni online.