„Zulieferer von morgen: Innovativ. Digital. Nachhaltig“: Unter diesem Motto trafen sich die Automobil-Zulieferer in Ansbach zur Zukunftswerkstatt Automotive. Die Metropolregion Nürnberg lädt jährlich zu dem Impulsformat. Der Druck auf die Branche ist groß. Gerade deshalb rücken an diesem Mittwoch neue Geschäftsfelder und Märkte in den Fokus der Branche. Obwohl einige alternative Marktsegmente bereits offen für die Zulieferer sind, hilft es nicht allen aus der Krise. Einen großen Schlag gab es diese Woche bei Bosch. Der Konzern will 900 Stellen im Werk in Nürnberg streichen. Dort werden noch Hochdruckpumpen für Verbrennermotoren hergestellt. Der Bosch Konzern investiert zwar teilweise in Zukunftsprojekte aber das Werk in Nürnberg profitiert davon nicht. Das sieht vor allem die IG Metall Kritisch.
Gerade die Rüstungsbranche scheint eine beliebtere Alternative zu werden. Schaeffler unterzeichnete eine Kooperationsvereinbarung mit dem Militär Drohnen Startup Helsing. Dies ist vor allem durch den Mehrfachen Nutzen bestimmter Komponenten möglich. Auch das Startup Nouma Autonomy stellt so ein mehr-Nutzen System her und befindet sich mit Schaeffler im engen Austausch.
Doch die Rüstungsbranche ist wohl nicht der Dauerhafte Heilsbringer. Der Motorenhersteller Tenneco setzt zum Beispiel auf Großkolben für Notstromaggregate. Es geht darum den passenden Weg für die Verschiedenen Zulieferunternehmen zu finden. Gerade deswegen werden bei der Veranstaltung auch noch weiter ungewöhnlichere Geschäfts-Optionen für die Zulieferer aufgezeigt. Der Umbruch in der Branche ist noch eine längere Herausforderung. Im nächsten Jahr werden sich die Automobilzulieferer wieder in der Region zur Zukunftswerkstatt Automotive treffen. Wer bis dahin die erfolgreiche Neuausrichtung geschafft hat, wird sich dann zeigen.