Im Oktober waren hunderte Supermärkte in Frankreich von Cyberattacken betroffen. Hacker hatten es auf die Kühlregale dort abgesehen. Sie stellten die Temperaturen viel zu hoch ein, Lebensmittel sind daraufhin verdorben. Nun schwappt die Welle an digitalen Angriffen auch nach Bayern und Mittelfranken.
Vor wenigen Tagen erlebte Gastronom Benedikt Braun aus Abenberg einen Albtraum: Seine Kühlräume heizten sich nachts auf. Die Zieltemperatur war auf 150 Grad Celsius eingestellt. Der Grund: Ein Hackerangriff auf das System, das die Temperatur in den Kammern steuert. Für Braun und sein Team ein Schock.
Unzählige Lebensmittel musste der Gastronom daraufhin wegwerfen. So ist ihm schätzungsweise ein Schaden von rund 5000 Euro entstanden.
Doch der Angriff ist kein Einzelfall: Europaweit waren bereits Supermärkte und Restaurants betroffen. Laut Polizei ist das Risiko weiterhin hoch.
Sie ermittelt nun, wer hinter der Attacke in Abenberg stecken könnte. Doch wie stehen die Erfolgschancen?
Viel Hoffnung hat Braun allerdings nicht, dass die Täter ermittelt werden können. Trotzdem muss es für ihn und sein Restaurant jetzt weitergehen.
Gegen Cyberattacken kann helfen, die aktuellen Updates rechtzeitig zu installieren. Ob dann dennoch Lücken bestehen, ist nur schwer zu sagen. Insbesondere KI-Programme machen es immer einfacher, Sicherheitslücken zu finden. Sowohl für die Hacker – aber vielleicht auch für die Betroffenen.