Messungen für polychlorierte Biphenyle und Asbest brachten den Schock in der Kirche Verklärung Christi. Bei der Prüfung der Kellerräume für die Nutzung als Kindergarten-Ausweichquartier wurden die erhöhten Schadstoffwerte festgestellt. Besonders der PCB-Wert stach hervor. Dieser war um das 0,4-Fache höher, als die Grenzwerte es erlauben. PCB ist hochgiftig und krebserregend. Der Stoff wurde in der Bauzeit der Kirche, den 1970er Jahren, häufig in Isolierung und Fugenmasse verwendet. Die Reaktion der Gemeindemitglieder blieb nicht aus. Viele waren traurig über die Schließung.
Gottesdienste und die kirchlichen Angebote werden auf andere Kirchen im Seelsorge Bereich Südwest verlagert. Die Schwierigkeit besteht darin, die Kirche wieder schadstofffrei zu bekommen. Dafür müssen einige Maßnahmen ergriffen werden. Wie genau diese aussehen werden, ist noch unklar.
Problematisch ist auch, dass die erhöhten PCB-Werte erst durch die aktuelle Prüfung aufgefallen sind. Jedoch gab es vorher auch keinerlei Hinweise, die eine Probe rechtfertigten. Die kirchlichen Veranstaltungen finden von nun an übergangsweise in der St. Theresien Kirche statt. Wie lange die Schließung der Verklärung Christi noch dauern wird, ist nicht bekannt. Derzeit werden weitere Kirchen im Seelsorgebereich beprobt, um sicherzugehen, dass bei diesen keine Schadstoffbelastung vorliegt.