Neue Erkenntnisse im Fall des Schlachthofs in Wassertrüdingen: Nach Informationen der Tierschutzorganisation ANINOVA werden derzeit Maschinen und Fahrzeuge des Schlachthofs verkauft. Auch die rund 125 Mitarbeitenden seien bereits entlassen.
Vom Unternehmen selbst gab es auf Anfrage keine Auskunft-Der Schlachthof bleibt geschlossen. Gegen die Mitarbeitenden wurden, laut Staatsanwaltschaft, bisher sieben Strafbefehle beantragt. Drei davon sind bereits erlassen, aber noch nicht rechtskräftig.
“Ein weiterer Strafbefehl wurde erlassen und ist bereits rechtskräftig. Der Beschuldigte wurde in diesem Fall wegen 3 Verstößen gegen das Tierschutzgesetz zu einer Gesamtgeldstrafe von 65 Tagessätzen zu 25 Euro, insgesamt also 1625 Euro verurteilt.” – Christian Winkelmann, stellvertretender Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Ansbach.
In dem Betrieb wurden laut ANINOVA bis zu 100.000 Hühner pro Tag geschlachtet. Bis im Frühjahr 2025 Videomaterial veröffentlicht wurde, das zeigte, wie zahlreiche Tiere gequält wurden.
Die Ermittlungen gegen die Geschäftsleitung dauern noch an. Hier wartet die Staatsanwaltschaft noch auf ein in Auftrag gegebenes Gutachten.