Es wird immer wärmer – fast so, als wäre der Frühling endlich angekommen. In dieser Woche klettern die Temperaturen tagsüber kaum noch unter 10 Grad. Doch das bringt auch Gefahren mit sich: Der Schnee schmilzt, die Pegel steigen. In Regionen wie Ansbach oder Veitsbronn kommt es seit Tagen zu massiven Überschwemmungen. Verletzte gibt es zum Glück bislang keine. Sicherheitsmaßnahmen wurden bereits getroffen. Welche das genau sind – und wie sicher Ansbach künftig vor Überflutungen ist – sehen Sie jetzt.
Im Jahr 2021 sorgte der Fluss Altmühl im kleinen Ort Stegbruck für großes Chaos. Nach starken Regenfällen trat der Fluss über die Ufer. Das Wasser drang bis zu 250 Meter weit in die Ortschaft ein. Ein Ereignis, das sich so nicht wiederholen sollte. Mitte 2025 wurde deshalb der Bau eines Damms abgeschlossen. Rund 70 Anwohner werden dadurch geschützt. Finanziert wurde das knapp vier Millionen Euro teure Projekt unter andrem von der Europäischen-Union. Ein Jahr später zeigt sich: Der Bau hat sich bewährt.
429 Meter lang und 4,5 Meter breit – so dimensioniert ist der neue Damm. Große Mengen Erdmasse waren notwendig, um die Schutzanlage zu errichten. Knapp 900 Liter werden so pro Sekunde vom Dorf in die Altmühl gepumpt. Umgesetzt wurde das Projekt von einer Baufirma aus der Region. Die Wartung übernimmt die örtliche Feuerwehr. Auch wenn die Wassermassen aktuell bedrohlich wirken, besteht derzeit keine akute Hochwassergefahr mehr.
Vor wenigen Tagen galt in Ansbach noch Hochwasserwarnstufe 2. Parkplätze standen unter Wasser. Die Anwohner waren dadurch eingeschränkt. Mittlerweile wurde die Warnstufe wieder auf 1 herabgesetzt. Dennoch stehen bereits weitere Hochwasserschutzmaßnahmen im Landkreis auf der Agenda.
Auch wenn sich die Lage derzeit entspannt, zeigt sich: Der Klimawandel bringt zunehmend extreme Wetterlagen mit sich – und damit neue Herausforderungen für Städte und Gemeinden. Projekte wie der Damm bei Stegbruck sind deshalb mehr als reine Vorsichtsmaßnahmen, sie sind Investitionen in die Zukunft.