In Nürnberg haben am Samstagnachmittag zwei Betrüger einer Seniorin Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro gestohlen. Beide gaben sich als zivile Polizeibeamte aus und entwendeten eine Kommode mit Wertgegenständen aus der Wohnung. Das Ganze ereignete sich im Bereich der Heroldstraße, die Polizei bittet um Zeugenhinweise. Dieser Diebstahl ist längst kein Einzelfall mehr. Immer häufiger werden Seniorinnen und Senioren Opfer solcher Betrugsmaschen. Die Polizei versucht daher aktiv, die Bevölkerung über die Tricks der Kriminellen aufzuklären. So auch in der Stadt Stein.
Die Betrugsmaschen, um Menschen auszurauben, werden immer vielfältiger. Vor allem Seniorinnen und Senioren werden dabei zur Zielscheibe von Kriminellen. Gemeinsam mit dem Senioren- und Behindertenrat der Stadt Stein bietet das Polizeipräsidium Mittelfranken jährlich einen Vortrag an, um Seniorinnen und Senioren über solche Betrugsmaschen aufzuklären.
Nicht immer können Betroffene einen Betrugsversuch direkt erkennen. Polizeioberkommissarin Silvia Schumacher führt den Zuhörenden daher Beispiele für Trickanrufe vor und warnt sie vor den Folgen eines Schockgesprächs. Dabei ist nicht nur der Verlust von Wertgegenständen für die Opfer problematisch.
Angst und Scham führen zudem dazu, dass Trickverbrechen nicht immer von den Opfern gemeldet werden. Silvia Schumacher betont jedoch, wie wichtig es ist, solche Verbrechen zu melden. Im Stadtgebiet Nürnberg gibt es für Betroffene mit der Polizeiberatung im Zeughaus und dem Weißen Ring zwei kostenfreie Beratungsstellen. Sowohl die Stadt Stein als auch die Seniorinnen und Senioren begrüßen dieses Angebot.
Sollte es dann doch mal zu einem solchen Trickversuch am Telefon kommen, hat die Polizei klare Empfehlungen.
Das Polizeipräsidium Mittelfranken setzt es sich daher zum Ziel, die Bevölkerung auch weiterhin über Betrugsmaschen am Telefon aufzuklären. Und auch in Stein ist ein erneuter Vortrag im kommenden Jahr bereits geplant.