Das Fränkische Seenland ist aktuell eine beliebte Urlaubsregion. Ab den 1960er Jahren wurden die Seen allerdings als Frankens Wasserspeicher angelegt. Das Ziel: Die nordbayerischen Flüsse bis zum Main mit Wasser zu versorgen. Im Fall des Rothsees ist die Kapazität sogar fast ausgeschöpft. Die aktuelle Hitze und Trockenperiode unterzieht die heimischen Gewässer einem großen Stresstest.
Die Rezat fließt aus Schwaben bis nach Georgensgmünd in Mittelfranken – normalerweise. Angesichts der Trockenphase und der niedrigen Pegelstände kann hier bei Pleinfeld von Bewegung fast nicht die Rede sein. Daran würde derzeit auch ein Wetterumschwung nichts ändern, wie Helga Pfitzinger-Schiele vom Wasserwirtschaftsamt Ansbach erklärt. Einige Meter weiter bekommt das Gewässer dann mittelfränkische Starthilfe. Die Donau-Main-Überleitung spendet mit 7000 Litern pro Sekunde aktuell den Flüssen in Franken neues Wasser.
Die Hoffnung auf feuchte Winter
Der Hochwassernachrichtendienst Bayern vermeldet jetzt einen Wasserstand von etwa 406 Meter über Normalnull – drei weniger als vor zwei Monaten. Bis zu sieben Meter Wasser darf der Brombachsee abgeben. Die anhaltende Trockenheit bleibt eine Herausforderung. Helga Pfitzinger-Schiele sieht Franken dennoch gut gerüstet Auch neue Speicher brauche es in Franken derzeit nicht, so Pfitzinger-Schiele. Bisher haben vor allem die Schneeschmelze und hohe Pegelstände die Seen jedes Jahr wieder aufgefüllt. Doch auch die Winter werden trockener. Wassersport und Baden sind in der beliebten Tourismusregion weiterhin problemlos möglich. Denn insgesamt ist der Brombachsee 32 Meter tief. Selbst dann, wenn die Schwäbische Rezat, für ihren Weg durch Mittelfranken, einen Anschub braucht.