Wer Pflege hört, denkt oft an Senioren. Doch in Deutschland gibt es auch rund 270 Tausend pflegebedürftige Kinder und Jugendliche. Aber unabhängig vom Alter wirft ein plötzlicher Pflegefall in der Familie Fragen auf. Der Pflegestützpunkt Nürnberg beantwortet sie – und das nun schon seit 15 Jahren.
Christel Krumwiede leitet den Pflegestützpunkt Nürnberg seit 8 Jahren. Wenn pflegende Angehörige oder Pflegebedürftige ratlos sind, springen sie und ihr Team ein. Die Einrichtung hilft bei der Suche nach Unterstützung, Beratung bei Fördergeldern oder auch eine Wohnraumberatung. Und das Angebot wächst.
Rund 900 Kontakte haben die Pflegeexperten im Monat. Nicht nur vor Ort, sondern auch telefonisch oder online finden Beratungen statt. In den meisten Fällen können die Beraterinnen und Berater den Hilfesuchenden ihre Sorgen nehmen.
Vor allem die Suche nach ambulanten Angeboten wird immer wichtiger. Denn viele Menschen pflegen ihre Angehörigen zuhause.
Jetzt soll aber einiges anders werden: Die Bundesregierung möchte mit der anstehenden Pflegereform die Finanzen neu ordnen. Was auf der einen Seite Entlastung verspricht, bringt aber auch Herausforderungen mit sich.
Für den Pflegestützpunkt bedeutet das in Zukunft mehr Arbeit.
Besonders stolz ist Christel Krumwiede auf die für Nürnbergerinnen und Nürnberger kostenlose Notfallmappe mit wichtigen Infos und Checklisten. Schon mehrere Tausend Exemplare der Mappe konnte das Team verteilen.