Bei einer routinemäßigen Waffenkontrolle in Berngau im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz sind zwei Mitarbeiter des Landratsamtes erschossen worden. Der mutmaßliche Täter, ein 60-jähriger Mann, wurde in der Nacht von Spezialeinheiten überwältigt und festgenommen. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar.
Trauer und Bestürzung am Landratsamt in Neumarkt in der Oberpfalz. Was als routinemäßige Kontrolle geplant war, endete für eine Mitarbeiterin und einen Mitarbeiter tödlich. Auch die Anwohnerinnen und Anwohner in Berngau sind schockiert über die Ereignisse.
Der mutmaßliche Täter ist ein 60-jähriger Mann, der bislang nicht strafrechtlich auffällig war. Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann war er sowohl Jäger als auch Sportschütze und besaß zehn Waffen legal. Über das Tatmotiv ist bislang nichts bekannt.
Am Donnerstag gegen 14 Uhr gingen mehrere Notrufe bei der Polizei ein. Es habe Schüsse gegeben. Nach einem rund zwölfstündigen Einsatz konnten Spezialeinheiten den Tatverdächtigen gegen 3 Uhr in der Nacht überwältigen und festnehmen. Bei der Festnahme wurde der Mann ins Bein geschossen, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Anschließend wurde er medizinisch versorgt.
Die Spurensicherung soll nun weitere Erkenntnisse zum Tathergang liefern. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth übernimmt die Sachleitung.
Das Landratsamt Neumarkt will am Samstag Kondolenzbücher auslegen. Bürgerinnen und Bürger können dort ihre Gedanken und ihr Mitgefühl hinterlassen.