Do., 04.12.2025 , 11:22 Uhr

Schlüsselbranche in Mittelfranken: Im Medical Valley entsteht die Medizintechnik von morgen

Aus einer Idee in der heimischen Garage ein eigenes Unternehmen gründen – Davon träumen in Mittelfranken sicher viele. Solche Betriebe heißen heute Start-Ups. In Erlangen will der Medical Valley Verein in der Medizintechnik solche Gründungen fördern. Dazu gehört auch ein Preisgeld 500.000 Euro als Starthilfe. Bei einem Siegerteam waren wir vor Ort.  

Die Lähmung überbrücken

Ein Schlaganfall oder eine Verletzung am Rückenmark – für viele Menschen bedeutet das: eine Lähmung. Betroffenen das Greifen wieder zu ermöglichen – daran arbeiten Forschende an der Friedrich-Alexander-Universität seit mehr als fünf Jahren. Dominik Braun ist Teil der Gruppe. Er will aus der Forschung ein Produkt unter anderem für Reha-Maßnahmen entwickeln und so Lebensqualität zurückgeben Das neue daran: Mit dem Handschuh sollen einfache Handbewegungen besser oder überhaupt wieder möglich sein können. Die Forschungsgruppe der FAU hat international für Aufsehen gesorgt. Mit der Produktidee haben sie den Preis des Medical Valley Vereines gewonnen. Das Preisgeld von 500.000 Euro hat ihnen geholfen das Projekt weiterzuentwickeln.

Start-Ups sind die Basis der Branche in der Region

Jetzt wollen die Forschenden aus ihrer Arbeit ein Start-Up Gründen. Mit ihrem Startup arbeiten Forschenden gegen den Landestrend. Laut statistischem Landesamt ist die Zahl der Gründungen in Bayern leicht rückläufig. 2024 waren es im Freistaat knapp unter 50.000 Neugründungen – Im Vorjahr lag die Zahl noch darüber. Um den Gründergeist in der Medizinbranche zu stärken hat sich 2007 das Cluster Medical Valley gegründet – mit derzeit 260 Mitgliedern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. So sollen Start-Ups besser in den Markt finden können. Durch Internationale Player, Mittelständler, der FAU aber auch durch kleinere Start-Ups sollen Innovationen der Branche in Zukunft aus Franken kommen. Bis das Unternehmen von Dominik Braun dann unabhängig ist, gibt es noch einiges zu tun. Vom Medical Valley hat das Forschungsprojekt nicht nur finanziell profitiert. Außerdem laufen aktuell Gespräche mit Investoren für die Gründung. Denn in etwa zwei Jahren soll das Produkt von Dominik Braun auf den Markt kommen und so Menschen das Greifen wieder möglich machen.  

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