Die Glocke klingelt und für viele beginnt der erste Schultag. In diesem Jahr starten 17.658 Abc-Schützen starten an den Schulen in ganz Mittelfranken. In Nürnberg bleibt die Schülerzahl mit insgesamt 28.000 Kindern ähnlich dem Vorjahresniveau.
Digitalisierung, Modernisierung und Integration. Mittelfränkische Schulen haben viele offene Baustellen, doch es geht langsam voran. Besonders ein drängendes Problem der letzten Jahre scheint sich beruhigt zu haben: das Personal. In Mittelfranken konnten alle Planstellen besetzt werden. Auch die Kommunalen Schulen der Stadt Nürnberg seien personell gut aufgestellt.
Doch ganz so rund wie die Regierungsverantwortlichen sieht die Vorständin des Örtlichen Personalrats der Stadt Nürnberger die Lage nicht.
Die in Nürnberg aufgestockte Mobile Reserve, die auch Hilfslehrer stellt, ist bereits zu 37 Prozent ausgelastet. Das ist im Vergleich der Jahre niedrig, da die Reserve oft schon vor dem Schulstart zu 50 Prozent ausgelastet war. Neben Personal plagen die Nürnberger Bildungsverantwortlichen vor allem die Haushaltsperre. Doch für die Schulen gibt es bereits einen klaren Fokus.
Bei den Sanierungsarbeiten sollten aber auch neue Schwerpunkte getroffen werden. Gerade der Hitzeschutz ist für den Leiter des Staatlichen Schulamtes Nürnberg wichtig. Besonders im Sommer seien Situationen entstanden, in denen durch die Hitze kein Unterricht möglich gewesen wäre. Wegen der Sperre können nur Projekte umgesetzt werden, welche Bereits in der konkreten Planung sind.
Doch all den Herausforderungen zum Trotz gibt es auch gutes zu vermelden. So gibt es zum Schulstart in Mittelfranken insgesamt 70 Grundschulen mit einem sportlichen oder musikalischen Profil. Besonders der Sport und die Ernährung sollen in den nächsten Jahren eine größere Rolle im Stundenplan bekommen und der Landkreis Nürnberger Land hat den Status „Inklusive Region“ erhalten.