Wer am Flughafen eine Reise innerhalb des Schengenraums unternimmt, braucht keine Passkontrolle. Anders ist das, wenn man beispielsweise aus der Türkei oder den USA einreist. Bisher wurden dann die Pässe gestempelt. Weil das aber zu Fehlern führen kann, soll ein digitales System schnellere und genauere Kontrollen ermöglichen.
Die Passkontrolle an allen Grenzen im Schengenraum wird moderner. Wer ohne Langzeitvisum einreist, wird künftig in einem Automatisierten Ablauf erfasst. Seit wenigen Tagen auch am Flughafen Nürnberg, mit digitaler und mit biometrischer Unterstützung, werden Einreisende aus dem Nicht-Schengen Raum kontrolliert. Das sogenannte Entry Exit System
Der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann bezeichnet die neue Art von Grenzkontrolle als Meilenstein.
Die Grenzen im Schengenraum werden verstärkter und effizienter überwacht. Der Stempel im Reisepass wird durch das neue System abgeschafft. Außerdem erschwert die ESS-Akte das Umgehen der Asylregeln durch Identitätsbetrug. Ein hin und her Reisen zwischen den Ländern oder ein erneutes Einreisen unter anderem Namen oder falschen Pass ist nicht möglich.
In Übereinstimmung mit dem Europäischen Datenschutzgesetz können die Daten, bei Bedarf abgerufen werden.
In Deutschland läuft das Entry‑Exit System bereits allen Flughäfen mit Bundespolizei. An den Flughäfen Nürnberg und Memmingen übernimmt die Landespolizei die Grenzkontrollen. Mit diesen beiden Flughäfen ist nun das System Flächendeckend in Deutschland etabliert. Bis April 2026 soll das System an allen Grenzen der Länder Schengenraum zum Einsatz kommen.