Immer mehr Menschen in Deutschland musizieren – das zeigt eine Studie des Deutschen Musikförderzentrums. Knapp 16,3 Millionen sind es aktuell. Damit ist die Zahl der Musikschaffenden seit der Corona-Pandemie um rund zwei Millionen gestiegen. Viele drücken durch Musik ihre Gefühle aus und steigern ihre Kreativität. So auch der Posaunenchor der Auferstehungskirche Fürth. Seit 20 Jahren musizieren sie gemeinsam – unter der Leitung von Karin Mehring.
Jeden Montag um 19 Uhr trifft sich der Posaunenchor von der Auferstehungskirche in der Rudolf-Breitscheid-Straße in Fürth – und das schon seit 20 Jahren. Für viele ist der Chor ein Ausgleich zum Alltag und längst ein fester Termin in der Woche geworden. Auch für Karin Mehring. Sie leitet den Chor seit mittlerweile über 19-Jahren. Dass sie einmal einen Chor führen würde, hätte sie früher nicht gedacht.
Insgesamt zählt der Chor 15 Mitglieder – überwiegend Frauen. Ursprünglich war das Ensemble für Eltern und ihre Kinder zum gemeinsamen Musizieren gedacht. Doch dieses Konzept hat sich mit der Zeit verändert. Obwohl die Gruppe hauptsächlich in der Kirche auftritt, ist eine christliche Konfession keine Voraussetzung für den Beitritt. Wichtig sei vielmehr, so Karin Mehring, dass die gemeinsamen Werte geteilt werden. Ein Mitglied der ersten Stunde ist Wolfgang Vieweg. Für ihn ist der Chor längst zu einem festen Bestandteil seines Lebens geworden.
Rund eineinhalb Stunden dauert eine Probe – durchaus anstrengend. Doch für Karin Mehring und ihre Mitglieder lohnt sich der Einsatz. Meist wird auf bevorstehende Auftritte hingearbeitet. Viele davon sind in der Kirche. Auf einen freut sich die Chorleiterin jedes Jahr besonders.
In der Auferstehungskirche in Fürth werden noch bis diesen Sonntag alte und neue Fotos des Posaunenchors ausgestellt. Gezeigt soll damit auch der Geschichtliche verlauf. Für Karin Mehring ist klar: Sie möchte noch mindestens weitere 20 Jahre mit ihrem Chor musizieren.