Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag auf den Christopher Street Day in Berlin ist die Bestürzung groß. Die Tat sorgt bundesweit für Diskussionen über die Sicherheit bei öffentlichen Veranstaltungen – auch mit Blick auf die bevorstehenden CSDs in Bayern.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat angekündigt, die bestehenden Sicherheitskonzepte für die kommenden Veranstaltungen überprüfen zu lassen und bei Bedarf weitere Schutzmaßnahmen zu verstärken. Konkrete Hinweise auf Anschlagspläne in Bayern gibt es nach Angaben der Sicherheitsbehörden derzeit nicht. Die Polizei stehe jedoch weiterhin in engem Austausch mit den zuständigen Stellen und beobachte die Lage aufmerksam.
Auch in Nürnberg rückt das Thema Sicherheit in den Mittelpunkt. Seit vergangener Woche laufen hier die Pride Days mit zahlreichen Veranstaltungen rund um die Themen Vielfalt, Gemeinschaft und Gleichberechtigung. Der Veranstalter hält trotz der Ereignisse in Berlin am Programm fest. Der CSD stehe für eine offene und demokratische Gesellschaft, in der Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder Identität frei und ohne Angst leben können.
Vor dem großen Finale mit der Demonstration am 8. August sollen die Sicherheitsmaßnahmen gemeinsam mit Polizei und Stadt noch einmal überprüft werden. Dabei geht es darum, mögliche Schwachstellen zu erkennen und die Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestmöglich zu gewährleisten.
Die Veranstalter betonen gleichzeitig: Der CSD soll stattfinden – gerade jetzt sei es wichtig, sich nicht von Angst oder Einschüchterung zurückdrängen zu lassen. Die Veranstaltung soll weiterhin ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und ein friedliches Miteinander setzen.