Ferngläser: Check! Dann kann die Suche am Altmühlsee ja fast losgehen. Bevor sich die Gruppe von der LBV Umweltstation auf den Weg macht, gibt es erst einmal ein bisschen Biberwissen zum Mitnehmen. Und dabei geht es auch um die sogenannte Biberkelle. Die Gruppe hält Ausschau auf der Vogelinsel – aber die Biber machen sich erst einmal rar. Dafür gibt es andere Spuren zu entdecken, auch ohne Biber.
Martina Widuch führt die Gruppe deshalb zum Steg zur Vogelinsel. Umgeben von Wasser ist hier ein guter Platz, um Ausschau zu halten. Die Gruppe hat Glück: Tatsächlich lassen sich gleich mehrere Biber gleichzeitig entdecken. Inzwischen wird es immer dunkler. Genau das kommt den Bibern entgegen. Denn die Tiere sind vor allem in der Dämmerung und nachts unterwegs. Am Altmühlsee sind die Biber inzwischen fest zu Hause. Hier müssen sie kaum Dämme bauen, denn der Wasserstand passt normalerweise. Stattdessen leben sie in ihren Burgen.
Oft leben die Tiere hier gleich mit drei Generationen. Rund um den See sind das ungefähr 50 Tiere. Wer die Biber beobachten will, kann bei ihnen zu Hause vorbeischauen – natürlich mit etwas Abstand. Und was bleibt bei den Teilnehmern von der Biber-Suche hängen? Vor allem die Begegnung mit den Tieren selbst.
Wer also selbst einmal auf Biber-Suche gehen möchte, kann das noch in den Sommerferien machen. Die Biberführungen des LBV finden in der Regel bis etwa Mitte September statt. Die nächste Kinderführung „Mein lieber Biber“ am 2. September kostet drei Euro pro Person. Eine Anmeldung ist erforderlich – und natürlich helfen vor Ort auch ein paar Adleraugen und viel Geduld.