Seit über 20 Jahren ist der Limes Weltkulturerbe der UNESCO. 158 Kilometer davon führen durch Mittelfranken. Während es in Weissenburg durch den Schatzfund 1979 einen Besucheransturm auf das Spezialmuseum gibt, bleibt es rund um den Hesselberg lang ruhig. Um die Jahrtausendwende schließen sich drei Gemeinden im Landkreis Ansbach zusammen. Ihr Ziel: einen Römerpark aus Ausgrabung und Museum quasi aus dem Nichts aufbauen.
Die spinnen, die Römer: Das könnte sich Alpinus gedacht haben, als er zum ersten Mal eine Römische Münze in den Händen hält. Der Germane lebt in der römischen Kaiserzeit im Bereich von Ruffenhoffen am Hesselberg. Im Limeseum erzählt seine Figur, wie er mit der fremden Kultur in Berührung kam. Denn römische Münzen sind weit mehr als Zahlungsmittel, wie Museumsleiter Matthias Pausch erklärt.
In der Sonderausstellung „Nachrichten im Geldbeutel – Was erzählen römische Münzen?“ lernen die Gäste auch, dass viele Bewohnerinnnen und Bewohner des Reiches durch Münzen ihren Regenten kennen. Der Historiker und sein Team sammeln und katalogisieren viele Funde aus der Umgebung. Sie alle zeigen: Der Limes war eine deutlich offenere Grenze als man früher annahmen.
In den Gemeinden Gerolfingen, Wittelshofen und Weitilingen wohnen aktuell etwa so viele Menschen wie zur Zeit der römischen Besatzung. 2001 schließen sich die drei Gemeinden zum Zweckverband Römerkastell Ruffenhoffen zusammen. Auf 36 Hektar verbinden sich hier Geschichte und Kultur. Momentan wollen die Mitarbeitenden des Museums die Fassade eines römischen Landhauses Originalgetreu wieder herstellen.
Matthias Pausch hat vor etwa 20 Jahren mit ein paar Lexika begonnen, mittlerweile fährt eine Buslinie mehrmals täglich in den Römerpark. Das Limeseum ist heute eine Mischung aus kommunalem Museum und Forschungseinrichtung.
Mittlerweile sind das Limeseum und der Römerpark Ruffenhofen auch dem Spezialmuseum Weißenburg ebenbürtig. Das Museum hat dienstags bis freitags von 10:00 bis 16:00 Uhr, an Wochenenden und an Feiertagen von 11:00 bis 17:00 Uhr, geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene kostet 6,00 Euro, für Familien 14,00 Euro. Dort können sie dann vom antiken Ruffenhofener Alpinus die Geschichte der Region erfahren.