Sommerzeit bedeutet für viele Menschen in Mittelfranken auch Open-Air-Saison. In Dinkelsbühl wird deshalb seit 1949 in den Arkaden eines ehemaligen Klosters Theater gespielt. Am Wochenende beginnt die neue Spielzeit des Landestheaters auf der Freiluftbühne. Drei Stücke will das Ensemble auf die Bühne bringen. Wir waren bei der Probe eines echten Kinderbuchklassikers dabei.
Kasperl und Seppl machen ihrer Großmutter ein Geschenk zum Geburtstag. Mit ihrer neuen Kaffeemühle soll sie die Bohnen künftig noch besser mahlen können. Doch die Freude über das Geschenk währt nicht lange. Dann reißt sich der gefürchtete Räuber Hotzenplotz, gespielt von Andreas Peteranzinger, das Geburtstagsgeschenk unter den Nagel. Der Hauptdarsteller spielt seit 2001 für das Landestheater Dinkelsbühl. Das Kinderbuch von Otfried Preußler ist eines von drei Stücken der kommenden Saison auf der Freilichtbühne. Für die Rolle des Räuber Hotzenplotz ist der gebürtige Freiburger auch in seine eigene Kindheit zurückgereist.
Seit Anfang der Woche proben die fünf Schauspielerinnen und Schauspieler für die neue Spielzeit. Heute ist es eine besondere Probe. Denn die Theater-AG der Johann-Georg-von-Soldner-Schule in Feuchtwangen schaut den Profis wie Andreas Peteranzinger über die Schulter. Am Wochenende feiert das Stück Premiere. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun – auf und neben der Bühne. Damit dann ab dem 9. Mai der Räuber Hotzenplotz in den Arkaden des Dinkelsbühler Klosters sein Unwesen treiben kann.
Die Premiere des Hotzenplotz in Dinkelsbühl ist bereits ausverkauft. Für die anderen Vorstellungen bis zum 16. August gibt es noch Restkarten. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Landestheaters Dinkelsbühl.