Fr., 29.05.2026 , 17:18 Uhr

Spargel bleibt der Liebling der Bayern: Erzeuger zwischen guter Ernte, steigenden Kosten und Klimawandel

Zur Halbzeit der Spargelsaison: Wie geht es dem heimischen Spargel?

Er ist und bleibt das Lieblingsgemüse der Deutschen: der Spargel. 1,4 Kilogramm isst jede Bayerin beziehungsweise jeder Bayer durchschnittlich pro Jahr. Das sagen aktuelle Zahlen des Landesamts für Statistik. Einfache Zeiten sind es für die Erzeuger aufgrund von extremem Wetter, steigenden Kosten und dem Preiskampf nicht. Wie geht es also dem heimischen Spargel? Zur Halbzeit der Saison 2026 waren wir bei einem Erzeuger in Fürth vor Ort.

Familienbetrieb mit Tradition

Johannes Tiefel packt auf seinen Spargelfeldern selbst mit an. Der Hof gehört seiner Familie bereits seit dem 19. Jahrhundert. Spargel baut die Familie seit etwa 40 Jahren an. Gemeinsam mit rund 30 Beschäftigten sticht er die Stangen auf seinen fünf Hektar Ackerland. Der Erzeuger zieht eine positive Bilanz.

Nische im Einzelhandel

Etwa fünf Tonnen Spargel pro Hektar verkauft Johannes Tiefel in jeder Saison. Durch die mittlere Größe seines Betriebes bedient der Fürther eine Nische als Lieferant für den Einzelhandel. Außerdem verkauft er seine Ware im Hofladen und an Verkaufsständen.

Allerdings zeigen die Statistiken zum Spargel eine negative Entwicklung. Sowohl in Bayern als auch bundesweit gehen die verkaufte Menge und die bewirtschaftete Fläche zurück.

Kosten und Klima als Herausforderungen

Steigende Lohnkosten sind für den Betrieb eine Herausforderung – aber nicht die einzige. Spargel ist zwar weniger anfällig für Extremwetter als andere Kulturen, dennoch spüren Johannes Tiefel und sein Team die Folgen des Klimawandels.

Gute Ernte, aber hoher Preisdruck

In der Spargelsaison 2025 gab es für die Bauern im Freistaat eine bessere Ernte: Sie fiel um 6,6 Prozent höher aus als 2024. Ein Kilogramm Spargel kostet aktuell zwischen 10 und 25 Euro. Bei Johannes Tiefel liegt der Preis je nach Sortierung zwischen 11 und 16 Euro.

Gleichzeitig wird auch grüner Spargel immer beliebter.

Hoffnung auf einen erfolgreichen Saisonabschluss

Am 24. Juni, dem Johannistag, endet traditionell die Spargelsaison. Bis dahin hofft Johannes Tiefel, dass das Wetter so bleibt wie bisher. Dann könnte die Spargelsaison ein Erfolg werden – und das nicht nur für den Betrieb aus Fürth.

Bauer Bilanz Ernte Franken Franken Fernsehen Halbzeit Landwirtschaft Mittelfranken Spargel Spargelbauer

Das könnte Dich auch interessieren

10.11.2025 00:30 Min 123.000 Besuchende bei der Consumenta: Veranstalter zieht positive Bilanz Die Consumenta 2025 in Nürnberg ist zu Ende gegangen. Rund 123.000 Besucherinnen und Besucher kamen in diesem Jahr zur Verbrauchermesse – etwas mehr als im Vorjahr. Auch die Zahl der Aussteller stieg. Besonders gefragt waren die Themenbereiche Küche, Haushalt und Heimtier. Die nächste Consumenta findet vom 31. Oktober bis zum 8. November 2026 statt.  28.05.2026 23:41 Min Das schnelle Gericht: Spargel in Rahmsoße Heute gibt’s echtes Wohlfühlessen aus der Pfanne: Grüner und weißer Spargel treffen auf cremige Senf-Käsesoße und herzhafte Hackfleischbällchen. Dazu kleine Kartoffeln und viel frisches Gemüse. Das Rezept finden Sie hier. Außerdem lohnt sich immer ein Blick in unser umfangreiches Rezept-Archiv! Rezept „Spargel in Rahmsoße“ weißer & grüner Spargel Knoblauch, Zwiebel Sellerie, Karotte Kirschtomaten Kartoffeln Kochsahne gemischtes Hackfleisch 07.05.2026 00:37 Min Sport und Spiel im Nürnberger Stadtgraben: Jugendbeteiligung zur Landesgartenschau 2030 Die Planungen zur Bayerischen Landesgartenschau 2030 in Nürnberg sind in vollem Gange. In diesem Zuge soll auch das Angebot für Sport und Spiel im Stadtgraben verbessert werden. In Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt wurde deshalb jetzt mit jungen Nürnbergerinnen und Nürnbergern darüber diskutiert, wo es Verbesserungsbedarf gibt. Das Angebot im Frauentorgraben, Frauentorzwinger, Spittlertorgraben, Vestnertorgraben und Rathenauplatz soll ergänzt und verbessert werden. Spielplätze für 07.05.2026 00:32 Min Wegen hoher Benzin- und Energiekosten: Tafel Erlangen bittet um Spenden Die Tafel Erlangen bittet um Spenden. Die Einrichtung wird seit 30 Jahren von Ehrenamtlichen getragen, die sich um die Abholung und Ausgabe von Lebensmittel an Bedürftige kümmern. Doch steigende Benzin- und Energiekosten erschweren Transport und Kühlung der Lebensmittel, Reparaturen sowie die Anschaffung von Hygienematerial zunehmend. Um das Angebot, das von verschiedensten Alters- und Bevölkerungsschichten in Anspruch genommen wird, weiter aufrecht erhalten zu können werden dringend finanzielle