Die Haushaltssituation in Erlangen ist schon länger sehr angespannt. Erst letztes Jahr gab es im Kulturbereich große Sparmaßnahmen, wodurch beispielsweise das E-Werk einige Veranstaltungen absagen musste. Auch 2026 wird weiterhin kräftig gespart, die neuen Ideen zu Sparmaßnahmen werden allerdings immer kurioser.
Martin Schmidt ist Hundebesitzer und lebt in Erlangen. Eine kuriose Sparmaßnahme der Stadt hat auf seinen Gassirunden für eine böse Überraschung gesorgt.
In ihrer Antwort an Herrn Schmidt gibt die Stadt Erlangen an, dass alle Steuereinnahmen in den gleichen Topf geworfen werden und nicht zweckgebunden verwendet werden müssen. Das sorgt auch bei anderen Hundebesitzern für einen faden Beigeschmack, nicht zuletzt, weil die Steuer für die Vierbeiner erst kürzlich angehoben wurde.
In dem Antwortschreiben der Stadt wird Herr Schmidt auch auf eine Schreibwarenhändlerin verwiesen, die sich der Problematik angenommen hat. Ganz nach dem Motto Machen statt Meckern hat Frau Haas aus der Not eine Tugend gemacht.
100 Kotbeutelspender gibt es schätzungsweise in Erlangen und Umgebung. Bereits 60 davon nehmen schon an der Aktion von Nina Haas teil. Die Paten sind für das Wiederauffüllen ihrer Spender und die Sauberkeit und Ordnung drum herum verantwortlich. Dabei sein ist ganz einfach.
Für 79 Euro kann man sich im Schreibwarenladen einen Kotbeutelspender mit seiner Firmenwerbung gravieren lassen. Für das Besorgen der Beutel ist der Pate selbst zuständig ein Beutel kostet im Einkauf etwa einen Cent. Auch Martin Schmidt hat sich beteiligt.
Statt zu Meckern haben die Erlanger haben das Problem selbst in die Hand genommen und so eine gute Lösung für alle gefunden. Martin Schmidt ist begeistert von der Aktion und kann sich sehr gut vorstellen noch weitere Patenschaften zu übernehmen.