Leistungssport beginnt nicht erst bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen – er beginnt in den Vereinen vor Ort. In Ansbach werden jedes Jahr genau diese Talente ins Rampenlicht gestellt. Bei der Jahressportlerehrung stehen nicht nur Titel im Mittelpunkt, sondern auch Disziplin, Durchhaltevermögen und jahrelange Arbeit. Einer, der all das mitbringt, ist gerade einmal 17 Jahre alt aber schon jetzt der Sportler des Jahres der Stadt Ansbach vor.
Judoka, Deutscher U18 Meister, Bronze beim European Cup. Auf der Matte konzentriert und explosiv. Judo ist seine Welt. Die große Bühne dagegen Neuland. Aber auch das gehört zu den Pflichten für den frisch gebackenen Sportler des Jahres der Stadt Ansbach.
Über 40 Sportlerinnen und Sportler werden an diesem Abend in Ansbach ausgezeichnet. Bayerische und deutsche Meistertitel, Silbermedaillen, starke Teamleistungen, beeindruckende Nachwuchsarbeit. Reiterinnen, Inklusionsschwimmen, Kanusport – die Jahressportlerehrung zeigt, wie breit der Sport in der Region aufgestellt ist.
Mittendrin: ein 17-Jähriger, der schon jetzt Geschichte schreibt. Judo begleitet Samuel seit Kindertagen. Der Sport wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Seine Eltern haben eine Kampfsport Schule, auch seine beiden Brüder machen Judo. Früh war klar: Das ist mehr als ein Hobby. Der Titel bei den Deutschen Meisterschaften der U18 war ein Meilenstein – hart erarbeitet, über Jahre hinweg. Und gerade erst der Anfang? Samuel will ganz oben mitkämpfen.
Das große Ziel-Olympia braucht Zeit und ein Umfeld, das unterstützt. Immer dabei: Sein Vater Jörg. Er traut seinem Sohn noch einiges zu, aus eigener Erfahrung. Auf der Matte wird der Kampf gegen seinen Sohn mittlerweile ziemlich schwierig. Samuel hat seinen Vater und Trainer also überholt. Aber der Weg des noch jungen Leistungssportlers ist noch lange nicht zu Ende. Training, Wettkämpfe, neue Ziele. Der Titel Sportler des Jahres ist eine Momentaufnahme. Für Samuel ist er vor allem eines: Ansporn.