Di., 07.04.2026 , 16:42 Uhr

Spritpreise steigen und zusätzlich Streik im ÖPNV: Pendler stehen unter Druck

2,50 Euro – So viel hat Diesel heute erstmals im bundesweiten Durchschnitt gekostet. Tanken bleibt für viele Autofahrer teuer und gerade in den kommenden Tagen könnten noch mehr Menschen auf ihr Auto angewiesen sein. Denn der Nürnberger Nahverkehr wird morgen wieder bestreikt. Heißt, es fahren keine Busse, Straßenbahnen oder U-Bahnen für 24 Stunden. Die S-Bahnen fahren. Bleibt nur die Frage, ob Autofahrerinnen und Autofahrer bei den hohen Spritpreisen wirklich aufs Auto umsteigen..  

Seit dem 1. April gilt die sogenannte Spritpreisbremse. Sie soll verhindern, dass Mineralölkonzerne von stark steigenden Preisen besonders profitieren. Allerdings merken viele Bürgerinnen und Bürger von einer “Bremse” bisher kaum etwas. Laut ADAC reicht das nicht aus.  

Auch wird aktuell über eine Übergewinnsteuer – eine “Extra-Steuer”, die hohe Gewinne von Unternehmen abschöpft – oder eine Ausweitung der Pendlerpauschale diskutiert.  

Gleichzeitig steht morgen aber der öffentliche Nahverkehr im Nürnberger Stadtgebiet still. Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Arbeitgeberseite laufen zwar, doch werden laut VAG zentrale Forderungen gegeneinander ausgespielt. Damit Pendlerinnen und Pendler von A nach B kommen, wird ein Streikfahrplan auf Grundlage des Nightliner-Netzes eingerichtet. Busse fahren stündlich ab dem Nürnberger Hauptbahnhof in alle Richtungen. Auch soll ein Shuttlebus zum Volksfest eingerichtet werden.  

Wir bedauern alle Einschränkungen, die durch den Streik entstehen, sehr. Wir sind aber auch erleichtert und stolz darauf, dass wir es bisher stets geschafft haben, einen Notfahrplan auf die Beine zu stellen. Beim morgigen Streik wiegt besonders schwer, dass am Mittwoch Familientag auf dem Volksfest ist. Aber auch hier haben wir es geschafft, zusätzliche Fahrten zu organisieren. – VAG Nürnberg

Wer morgen doch auf das Auto ausweichen muss, muss mit deutlich mehr Verkehr rechnen. Es empfiehlt sich, nicht zu Hauptstoßzeiten des Berufsverkehrs zu fahren und beim Tanken auf den richtigen Zeitpunkt zu achten.  

Auch empfehlen Verkehrsexperten, die Spritpreise über Apps zu vergleichen. Ab Donnerstag können Pendelnde dann wieder auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen. Ab 05:00 Uhr soll der Betrieb wieder starten. Weitere Verhandlungen zwischen VAG und Verdi sind dann für den 15. April angesetzt.  

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