Sie war eine der großen Verkehrsrevolutionen in Nürnberg – die fahrerlose U-Bahn. Seit 2008 fahren die Linien U2 und U3 bereits automatisiert. Seit 2019 soll die U3 verlängert werden. Die Pandemie und der Krieg in der Ukraine verzögern das Projekt, und die Kosten steigen. Ursprünglich sollte der neuerliche Ausbau 2025 fertig sein. Jetzt werden dort erst die Stromleitungen gelegt. Der Testbetrieb soll 2027 starten.
Sie soll den Nürnberger Südwesten und den Landkreis Fürth mit der Nürnberger Innenstadt verbinden: Die Erweiterung der Linie U3. Bisher fährt die Linie aus dem Norden der Stadt bis nach Großreuth bei Schweinau. Das soll sich durch die Erweiterung um 2,1 Kilometer nach Gebersdorf ändern. Doch das Projekt kommt seit Jahren immer wieder ins Stocken. 2016 hat das Planfeststellungsverfahren begonnen. Damals waren die ersten Fahrten für 2025 geplant. Doch es kam anders. Die Betreibergesellschaft hat den Start der neuen Linie schon einmal nach hinten auf 2026 korrigiert.
224 Millionen Euro soll das Projekt laut VAG aktuell kosten. 160 Millionen Euro waren bei Baubeginn kalkuliert worden. Der Bund und der Freistaat Bayern übernehmen davon aktuell etwa 100 Millionen. Die aktuelle Haushaltslage macht es nicht einfacher für Nürnberg. Oberbürgermeister Marcus König steht dennoch zu dem Projekt. Mehrere zehntausend neue Fahrgäste soll die Erweiterung bringen, so die Stadt. Damit könnte die Zahl der U-Bahnnutzer von aktuell 114 Millionen weiter steigen. Etwa 50 Millionen nutzen jetzt schon die Linien U2 und U3. Diese Infrastrukturmaßnahme ist nur eine von mehreren, die den Nürnberger Südwesten aufwerten soll. Einfach bleibt das Projekt jedoch nicht. Denn der Zeitplan bis zum Testbetrieb kommendes Jahr ist eng. Damit dann die U3 in zwei Jahren etwa 12 Kilometer aus Gebersdorf bis in den Nürnberger Norden fahren kann.