Einmal auf die Spitze des Eiffelturms. Für Erwachsene kostet das 28€. Oder das Kolosseum in Rom besuchen, das kostet18€. Wer Sehenswürdigkeiten besichtigt zahlt häufig. Auch in Nürnberg. Zum Beispiel in der Kirche St. Sebald. Seit Mitte Mai verlangt auch Nürnbergs älteste Pfarrkirche Eintritt.
Er lebte wohl als Einsiedler und Pilger und es gibt zahlreiche Legenden von ihm. Die Rede ist von Sebaldus von Nürnberg. Das Grab des Stadtpatrons liegt in der nach ihm benannten Kirche St. Sebald. Wer sein Grab besuchen möchte, zahlt 5€.
Viele andere Kirchen in Deutschland und der Welt haben es bereits vorgemacht. In Nürnberg ist die Sebalduskirche die erste Kirche, die Eintritt verlangt. Ob Besucherinnen und Besucher zahlen, um mehr zu sehen, ist dann jedem selbst überlassen.
Ohne die Eintrittsgelder wäre es wohl kaum möglich, die Kirche für Besucherinnen und Besucher geöffnet zu lassen
Trotzdem gibt es Zeiten, in denen jeder kostenlos in die Kirche kann.
Rund 500.000 Touristinnen und Touristen besuchen pro Jahr die Sebalduskirche Nürnberg. Vor allem Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland sind häufig bereit dazu, Geld für den Eintritt zu zahlen.
Eine Bilanz möchten die Verantwortlichen erst nach einem Jahr ziehen. Dann wird sich zeigen, ob mit dem sogenannten „Beitrag zur offenen Kirche St. Sebald“ die steigenden Unterhaltskosten und sinkende Zuschüsse ausgeglichen werden können.