Früher galt ein Storchennest auf dem Haus oder dem Kirchendach als Glücksbringer. Es sollte vor Blitzeinschlägen und Bränden schützen. So die alten Sagen. Doch Störche können nicht nur Glück bringen. Durch die rund 250 Störche, die sich über den Sommer in Uehlfeld niedergelassen haben, entstanden für die Kommune auch Probleme. Die hohen Reinigungskosten der Dächer und Regenrinnen Kosten trägt die Stadt. Gerade auch deswegen haben die Uehlfelder ein ambivalentes Verhältnis zu den Tieren. Um der Gemeinde bei der finanziellen Belastung zu helfen, kam eine Uehlfelderin auf eine besondere Idee. Sie organisierte einen Pop-Up Storchen-Kiosk. Das Geld aus den Einnahmen wird genutzt, um eine Hebebühne zur Reinigung der Dächer zu mieten. Nach dem ersten Jahr des Pop-Up Kiosk gibt es auch schon eine Bilanz zu vermelden.
Auch der Tourismus habe durch die hohe Storchenzahl zugenommen. Und es gibt einen schönen Nebeneffekt: Der Kiosk habe auch die Leute in der Marktgemeinde näher zusammengebracht. Viele haben freiwillig im Laden ausgeholfen.
Doch die Hoffnungen auf weniger Störche für das nächste Frühjahr bleiben wage. Besonders wegen den entstehenden kosten.
Während die Störche sich für den Winter auf in den Süden machen, geht in Uehlfeld der Kiosk in den Winterschlaf. Im Frühjahr wird er dann wieder erwachen und mit den Störchen die Gemeinde beleben.