Do., 06.02.2025 , 16:47 Uhr

Storchennester in Vach illegal entfernt: LBV und OB Thomas Jung setzen sich für die Tiere ein

Storchennester ohne Genehmigung zu entfernen ist eine Straftat

Auf dem Schornstein eines alten Brauereigebäudes in Vach steht nur noch ein Metallgerüst. Das Nest der Weißstorchfamilie ist verschwunden. Im Winter wäre das eigentlich nichts Ungewöhnliches – Weißstörche sind normalerweise Zugvögel. In Fürth hat der Storch sein Heim aber aus einem anderen Grund verloren.  Dass die Nester von Störchen verkleinert oder verlegt werden müssen, ist nichts Ungewöhnliches – zum Beispiel, wenn ein Dach saniert wird.  Für eine solche Maßnahme braucht man jedoch eine Genehmigung, sonst handelt es sich um eine Straftat.  

Markus Schmid Stadt Fürth:  Ein Eingriff in ein Storchennest ist […] ganzjährig verboten und bedarf einer artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung […] Eine solche Ausnahmegenehmigung oder Befreiung erteilte die Stadt Fürth weder in diesem Fall noch ist sie grundsätzlich für die Erteilung zuständig.  

Es gibt immer mehr Weißstörche in Mittelfranken

Das Nest der Zugvögel ist nicht mehr da – die Vacherinnen und Vacher sind enttäuscht. Für sie gehören die Tiere schon lange zum Stadtbild. Auch Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung hat sich auf den Sozialen Netzwerken dazu geäußert. Er macht die Angelegenheit jetzt zur Chefsache.  Im Jahr 2023 haben sich Weißstörche laut Landesbund für Vogel und Naturschutz an fast 60 neuen Ort in Mittelfranken angesiedelt.  Die Population von Weißstörchen in Mittelfranken lag 2022 bei etwa 400, im Vorjahr waren es etwa 330. Auch die Zahl der Jungtiere ist etwa auf 800 gestiegen. Der Eigentümer des Hauses hat angekündigt, das Nest für die Störche in der kommenden Woche zu erneuern. Damit der Storch mit seiner Familie wieder nach Vach zurückkehren kann.  

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