Square Dance entstand im 18. Jahrhundert in Amerika als Weiterentwicklung europäischer Einwanderertänze. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Tanz in seiner amerikanischen Form mit den US-Streitkräften nach Europa. 1949 wurde der erste europäische Square Dance Club für die US-Army in Bremen gegründet. In Erlangen fand am Wochenende nach sieben Jahren Pause das 33. Shillelagh & Shilleila Special Square Dance Festival statt.
Ein bunter Mix aus internationalen Volkstänzen, der Amerika seit Langem begeistert: Das ist Square Dance Jede Tanzfigur hat einen Namen. Wird der Name ausgerufen, führen die Tänzer den Schritt aus. Damit es dabei nicht in Chaos ausbricht, braucht es einen Caller. Er sagt die Schritte an, und das ist heute Paddy Böhnke.
Beim Special Square Dance Festival werden verschiedene Schwierigkeitslevel angeboten. Beim Mainstream, also Einsteiger-Programm, müssen sich die Tänzer schon 70 Figuren merken. Ab September sind es nur noch ungefähr noch 50, das hat das amerikanische Square Dance Komitee entschieden. Für die Fortgeschrittenen Tänzer gibt es sogar 200 Figuren.
Getanzt wird zu Pop, Rock, Country, Oldies und Evergreens, sowie deutschem Schlager – eigentlich nach allem, was einen 4/4-Takt hat. Dafür sind von den 330 Tänzern aus knapp 100 Vereinen einige ziemlich weit angereist. Es sind Gäste aus der Schweiz und der Tschechien da, die weiteste Fahrt hatte aber ein Tanzpaar aus Hamburg. Für die Veranstalterin Monika Bogner ist das nichts neues.
So bunt wie die Musik. ist auch die Kleidung – Damen in weiten Tellerröcken und Petticoats und Männer im langärmligen Hemd. Für Paddy Böhnke ist das ein vertrautes Bild.
Nach sieben Jahren gab es endlich wieder ein Square Dance Festival in Erlangen. Diese Durststrecke soll sich nicht wiederholen. Auch nächstes Jahr ist ein Square Dance Festival geplant.