Do., 16.04.2026 , 16:30 Uhr

Tarifeinigung im ÖPNV erzielt: Sieben Prozent mehr Lohn für die Beschäftigen

Busse und Bahnen stehen wieder planmäßig an den Haltestellen. Nach acht Streiktagen im öffentlichen Nahverkehr haben sich die Arbeitgeber und die Gewerkschaft Verdi geeinigt. Für viele Beschäftigte bedeutet das vor allem eins: Mehr Lohn und Entlastung bei der Arbeit. 

Wir haben jetzt sieben Prozent auf dem Tisch liegen, das durchgezahlt wird bis zum 01.01.2027. Wir haben auch eine Arbeitsreduzierung, die etwas später greift, von einer Stunde weniger, aber vollen Lohnausgleich. Außerdem haben wir den Sonntagszuschlag auf 30 % erhöht. – Michael Bartog, Gewerkschaftssekretär Verdi Mittelfranken. 

Auch für Mitarbeitende der Nachtschicht wird es einen höheren finanziellen Zuschlag geben. Die Einigung wird in drei Erhöhungsschritten für die rund 9.000 Beschäftigen im Freistaat durchgeführt. Für die Fahrgäste in der Region bedeuteten die Streiks zuletzt ausgefallene Verbindungen und längere Wartezeiten. Erst am Dienstag mussten Pendelnde auf das Auto oder andere Mitfahrgelegenheiten ausweichen. Mit der Einigung sollen solche Einschränkungen nun vorerst der Vergangenheit angehören. Trotz der aktuellen Situation im ÖPNV.  

Wir haben grundsätzlich eine angespannte finanzielle Situation. Der ÖPNV ist strukturell unterfinanziert. Das ist auch ein Thema, das wir mit den Gewerkschaften sehr kritisch begleiten. Das ist auch ein Thema, wo sich in der Politik was bewegen muss. – Magdalena Weigel, Verhandlungsführung Kommunaler Arbeitgeberverband Bayern e. V. 

Der Tarifvertrag soll nun eine Laufzeit von vier Jahren haben. Dennoch gibt es ein Sonderkündigungsrecht bezüglich des Entgelts bis zum 31. Dezember 2027. So könnten ab 2028 wieder neue Verhandlungen starten – wenn nötig.  

 

 

Franken Fernsehen Mittelfranken Öffentlicher Nahverkehr Tarifeinigung VAG Nürnberg Verdi Mittelfranken

Das könnte Dich auch interessieren

09.02.2026 00:48 Min Nürnberg, München und Bayreuth betroffen: Erneuter Streik im öffentlichen Nahverkehr Erneuter Warnstreik in Bayern im öffentlichen Nahverkehr! Die Gewerkschaft Verdi hat für den 11. Februar zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, er beginnt um 4.00 Uhr und dauert 24 Stunden. Heißt: Am Mittwoch bleiben die drei U-Bahn-Linien und alle Straßenbahnlinien der Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg stehen. Trotzdem gibt es ein Busangebot auf Basis des NightLiner-Netzes. 16 Linien fahren teils im 30-Minuten-Takt. Die Forderungen an die Arbeitgeberseite sind unter anderem: Knapp 670 15.04.2026 00:50 Min Nur noch mit Karte bezahlen: VAG stellt Bezahlsystem in Bussen um Ab dem 1. Mai 2026 ist der Ticketkauf in den Bussen der VAG Nürnberg nur noch bargeldlos möglich. Fahrgäste können Einzelfahrscheine und Tagestickets dann mit Girocard, gängigen Kreditkarten sowie mobilen Systemen bezahlen. Grund für die Umstellung ist die stark gesunkene Nachfrage nach Barzahlungen. Zuletzt lag der Anteil des Barverkaufs im Bus laut VAG bei nur noch 0,6 Prozent 24.03.2026 00:47 Min Keine Einigung im Nahverkehr: Weitere Warnstreiks möglich Auch die vierte Verhandlungsrunde im bayerischen kommunalen Nahverkehr ist ohne Ergebnis geblieben. Das haben die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband KAV Bayern einstimmig mitgeteilt. Eine Schlichtung, die die Arbeitgeber vorgeschlagen haben, lehnt Verdi derzeit ab. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit weiterer Warnstreiks vor der nächsten Gesprächsrunde am 15. April. Betroffen sind rund 9.000 Beschäftigte in über 20 Verkehrsunternehmen 17.03.2026 00:40 Min ADAC vergleicht Ticketpreise für ÖPNV: Nürnberg eher teuer In Nürnberg sind die Tickets für den Öffentlichen Nahverkehr eher teuer. Laut einer Studie des ADAC sind in den vergangenen fünf Jahren die Ticketpreise bundesweit deutlich gestiegen. Im Schnitt um 27 Prozent.  Monatsticket und Einzelfahrt liegen preislich in Nürnberg über dem Median. Das Tagesticket gehört mit 10,60€ mit zu den teuersten Bundesweit. Insgesamt wurden die Ticketpreise für Erwachsene in 25 Großstädten untersucht. In allen untersuchten Städten bietet das Deutschlandticket eine