Mo., 11.05.2026 , 17:37 Uhr

Teddybärkrankenhaus im Erlanger Schlossgarten: Erste Hilfe für Teddy, Pinguin & Co.

Im Erlanger Schlossgarten verwandelt sich derzeit ein Teil des Geländes in ein besonderes Krankenhaus für Kuscheltiere: das Teddybärkrankenhaus. Kinder zwischen drei und acht Jahren bringen hier ihre Stofftiere mit und erleben gemeinsam mit ihnen einen spielerischen Krankenhausbesuch – vom Empfang über die Untersuchung bis hin zur Behandlung.

Der fünfjährige Surena Arsalani ist mit seiner Kindergartengruppe „Koralle und Sonne“ vor Ort und hat seinen Pinguin „Pinguini“ dabei, der schnell selbst zum Patienten wird. Gemeinsam mit den sogenannten „Obär“-Ärztinnen und -Ärzten wird der Ablauf eines echten Krankenhausbesuchs nachgestellt – inklusive OP, Ultraschall, Röntgen oder MRT. Surena darf dabei selbst aktiv werden und seinem Stofftier helfen.

Organisiert wird das Projekt von rund 100 ehrenamtlichen Studierenden der FAU Erlangen-Nürnberg aus der Human- und Zahnmedizin sowie der Pharmazie und Medizintechnik. Sie kümmern sich um die kleinen Patientinnen und Patienten und erklären medizinische Abläufe kindgerecht und verständlich.

Ziel der Aktion ist es, Kindern die Angst vor Arzt- und Krankenhausbesuchen zu nehmen. Gerade über die Stofftiere gelingt das oft besonders gut, weil die Kinder in eine aktive Rolle schlüpfen und selbst helfen dürfen. Auch die Studierenden profitieren von der Erfahrung im Umgang mit jungen, teils ängstlichen Patientinnen und Patienten.

Nach der Behandlung können die Kinder in einer „Apotheke“ noch Medikamente für ihre Kuscheltiere abholen und die Versorgung abschließen. In den vergangenen Jahren erreichte das Teddybärkrankenhaus so rund 1.200 Kinder in nur drei Tagen. Viele Kindergärten nutzen das Angebot als Ausflug, spontane Besuche sind aber ebenfalls möglich.

Das Teddybärkrankenhaus ist noch am Dienstag von 9 bis 18 Uhr und am Mittwoch von 9 bis 15 Uhr im Erlanger Schlossgarten geöffnet.

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